289/2012: Kein Kahlschlag an den Berufsfachschulen in Sachsen!

Falken: Kurth ohne Widerstandskraft gegenüber Finanzminister / Schadensbegrenzung bei Ausbildung nach Protest reicht nicht

Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Cornelia Falken, erklärt anlässlich der heutigen Landtagsdebatte auf Antrag ihrer Fraktion zum Thema „Kahlschlag der Staatsregierung an den Berufsfachschulen stoppen – Zukunftschancen junger Menschen erhalten“: 

Die Staatsregierung fasst bildungspolitische Beschlüsse, die überhaupt nicht umsetzbar sind. Im April beschloss das Kabinett, dem Lehrermangel durch Streichung von Ausbildungskapazitäten in Berufsfachschulen und Fachschulen abzuhelfen. Die Wirtschaft läuft zu Recht Sturm gegen diese Entscheidung, die ohne Rücksicht auf Verluste in zwei Schuljahren durchgezogen werden soll. 

Beabsichtigt war insbesondere der Wegfall schulischer Ausbildung von Erziehern und Pflegekräften – womit der steigende Bedarf ignoriert worden ist. Auch die ursprünglich beabsichtigte Kürzung beim Berufsvorbereitungsjahr für Schüler ohne Abschluss ist unverständlich. Wir brauchen ein hohes Bildungs- und Ausbildungsniveau in Sachsen – das ist mit dieser Staatsregierung nicht zu machen!   

Mit dem Beschluss vom April waren 12.143 Schüler/innen an Berufsfachschulen und 2.502 an Fachschulen betroffen. Dass man nun unter dem Druck wochenlanger Proteste und der von uns beantragten Aktuellen Debatte teilweise zurückrudert, ist noch kein Kurswechsel in Richtung einer durchdachten Bildungspolitik, sondern kurzfristige Schadensbegrenzung. Das reicht nicht! Die neue Kultusministerin hat in ihrer bisherigen kurzen Amtszeit bereits unter Beweis gestellt, dass es ihr an der wichtigsten Kompetenz in der gegenwärtigen Lage gebricht: genügend Widerstandskraft gegenüber dem Finanzminister … 





Veröffentlicht am:
12:33:42 13.06.2012 von Barbara Wegner



 
 



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