061/2009: Dresdner Polizei schützt Gedenkkultur-Veranstaltung vor Nazis
Julia Bonk dankt Dresdner Polizei für Schutz der Veranstaltung zur Gedenkkultur vor Neonazi-Aufmarsch
Wir haben mit unserer Veranstaltung einen Beitrag zur demokratischen Gedenkkultur leisten wollen und rufen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich am Sonnabend an den Protesten von „Geh Denken!“ gegen den europaweit größten Aufmarsch von Nazis zu beteiligen.
Veröffentlicht am:
12:25:03 12.02.2009 von CMS System Benutzer
Zu den Begleiterscheinungen der Podiumsveranstaltung der Linksfraktion gestern Abend in den Räumlichkeiten des Dresdner Kulturpalastes zum Thema „Den Nazis entgegen treten – der 13. und 14. Februar 1945 in Dresden zwischen Mythos und Wirklichkeit“ erklärt die Dresdner Landtagsabgeordnete der LINKEN, Julia Bonk:
Wir sagen der Dresdner Polizei ein herzliches Dankeschön für ihr beherztes, umsichtiges und rechtzeitiges Auftreten, mit dem sie die ungestörte Durchführung dieser Diskussionsveranstaltung über den Umgang mit dem Gedenken an die Zerstörung Dresdens ermöglicht hat. So konnten mehrere Dutzend Neonazis in die Schranken gewiesen werden, die vor dem Veranstaltungsort aufmarschiert waren.
Dass in den von den Neonazis verteilten Flugblättern, die für ihren sogenannten „Trauermarsch“ am 14.2. werben, die Internetseite des NPD-Landtagsabgeordnete René Despang als weitere Informationsquelle empfohlen wird, zeigt einmal mehr: Überall wo der gewaltbereite braune Mob die Gegend unsicher macht, ist die NPD mit dabei. Von Nazis geht eine unmittelbare Gefahr für die Meinungsfreiheit nicht nur in Dresden aus.
Es ist klar, warum den Nazis unsere Veranstaltung, an der rund hundert Menschen teilgenommen haben, nicht gepasst hat: Sie wollen nicht hören, dass die Dresdner Bombenopfer einem Krieg zum Opfer gefallen sind, der von der Nazi-Herrschaft entfesselt wurde, von Deutschland aus die halbe Welt überzogen hat und am Ende an den Ausgangsort zurückgekehrt ist. Diese Wahrheit wollen Nazis unterdrücken.
Nach der Einführung durch den Vorsitzenden der Landtagsfraktion Dr. André Hahn und Julia Bonk diskutierten unter reger Beteiligung des Publikums und Moderation der Landesvorsitzenden der LINKEN, MdL Dr. Cornelia Ernst, Nora Goldenbogen vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Sachsen, Friedemann Bringt (Kulturbüro Dresden), der Publizist Gunnar Schubert und der Rechtsextremismusforscher Andreas Speit.
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