124/2009: Flächendeckende Milchproduktion erhalten!

Elke Altmann: LINKE kritisiert ruinöse Milchpreise – auch in Sachsen flächendeckende Milchproduktion erhalten!

Die Sprecherinnen für Landwirtschaft und Umwelt der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, Elke Altmann und Kathrin Kagelmann, besuchten heute die Landwirtschaftliche Produktions- und Handels GmbH & Co. KG Bergen in der Nähe von Hoyerswerda. Dort kamen sie u. a. ins Gespräch mit der Geschäftsführerin der Betriebes Claudia Lohmann, zugleich stellvertretende Vorsitzende des Sächsischen Landesbauernverbandes (SLB), und mit Manfred Uhlemann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des SLB. Im Mittelpunkt des Besuchs stand das Thema des dramatischen Milchpreisverfalls. 

Nach dem Gespräch erklärte die Sprecherin für Landwirtschaftspolitik der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Elke Altmann: 

Obwohl die ruinösen Milchpreise landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Existenz bedrohen und der Preisverfall durch Entwicklungen auf dem Weltmarkt verstärkt wird, findet sich im Konjunkturpaket kein Nutzen für Landwirte. Aus Sicht der LINKEN muss eine flächendeckende Milchproduktion auch in benachteiligten Gebieten bei auskömmlichen Preisen für die Erzeuger auf Dauer möglich sein. 

Deshalb fordern wir vom sächsischen Landwirtschaftsministerium, die geltenden Rahmenbedingungen für staatliche Förderung so zu verändern, dass Genossenschafts- und kleine, dezentrale Molkereien sowie Erzeugergemeinschaften gestärkt werden. Dazu gehört auch die Unterstützung regionaler Vermarktungssysteme jenseits der großen Handelsketten. Das Förderprogramm „Integrierte ländliche Entwicklung“ (ILE) ist entsprechend auszugestalten. 

Angesichts der derzeitigen Krise sprechen wir uns zwecks kurzfristiger Entlastung der Agrarwirtschaft für eine Aussetzung der Agrardieselbesteuerung aus. Langfristig ist die Förderung des Einsatzes von dezentral und von den Landwirten selbst produziertem Pflanzenöl als Kraftstoff in der Agrarwirtschaft angesagt. Grundsätzlich sind höhere Fördermittel für benachteiligte Gebiete erforderlich.





Veröffentlicht am:
07:19:50 24.03.2009 von Barbara Wegner



 
 



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