2016 mehr als eine Million Krankenhausbehandlungen / Schaper: Sektorenübergreifend handeln und Finanzierung verbessern!

11. Oktober 2017  Pressemitteilungen, Susanne Schaper

Wie das Statistische Landesamt heute mitteilt, gab es im vergangenen Jahr mehr als eine Million vollstationäre Krankenhausbehandlungen in Sachsen. Auch die Zahl der Behandlungstage nahm zu.

Dazu erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Susanne Schaper:

Die demografische Entwicklung spiegelt sich in der Zahl der vollstationären Krankenhausbehandlungen. So wurden 2016 über eine Million Patientinnen und Patienten in den 78 sächsischen Krankenhäusern behandelt. Auch wenn die durchschnittliche Bettenauslastung bei „nur“ rund 80 Prozent lag, muss man vor dem falschen Schluss warnen, dass blind Betten abgebaut werden könnten. Die Bedarfsplanung muss überdacht werden, damit auch Phänomene wie zum Beispiel Grippewellen oder gehäufte Glatteis-Unfälle abgedeckt werden können. Dabei sollte die sonst in der Wirtschaft so oft geforderte Flexibilität auch bei der Belegung von Krankenhausbetten im Vordergrund stehen, im Sinne der fachgerechten Versorgung. Krankenhäuser müssen nicht nur für Wahloperationen, sondern auch für Notfälle ausgerüstet sein.

Damit die wohnortnahe medizinische Versorgung kein leeres Versprechen im Koalitionsvertrag bleibt, müssen sektorenübergreifende Versorgungsmodelle umgesetzt werden. Auch die Krankenhausfinanzierung muss stetig verbessert werden, damit die Investitionsquote zumindest annähernd die tatsächlichen Investitionsausgaben der Krankenhäuser erreicht (vgl. „Gesundheitspolitische Positionen der Ersatzkassen 2017 für die 19. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages“ des VDEK). Diese Maßnahmen sind wichtig, damit die sächsischen Krankenhäuser ihre wichtige Aufgabe im Bereich der medizinischen Versorgung auch weiter erfolgreich bestreiten können.