Gebhardt zu Tillich-Rücktritt: Flucht aus der Verantwortung – Nachfolger steht nicht für Neuanfang, sondern CDU-Machtkalkül

18. Oktober 2017  Pressemitteilungen, Rico Gebhardt

Zur Rücktrittsankündigung des sächsischen Ministerpräsidenten und CDU-Landesvorsitzenden Stanislaw Tillich erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Ich nehme diese Entscheidung mit Respekt zur Kenntnis. Zugleich müssen wir feststellen: Herr Tillich, der vor schwierigen Problemen regelmäßig die Flucht ergriffen hat und dann, wenn es unangenehm wurde, weg war, bleibt sich treu: Er entzieht sich der Verantwortung.

Der von ihm vorgeschlagene Nachfolger steht nicht für einen Neuanfang in Sachsen. Herr Kretschmer ist als CDU-Generalsekretär Wasserträger des Systems Tillich und steht für den Kampf um den puren Machterhalt der CDU, weshalb er gerade bei der Bundestagswahl von der Wählerschaft seines Wahlkreises „abgestraft“ worden ist.

Da Herr Kretschmer überall mit dabei war, wo es darum ging, die CDU mehr auf Rechtskurs zu trimmen, kommt auf DIE LINKE in Sachsen in dieser Situation eine besondere Verantwortung zu: die gesellschaftliche Alternative des sozialen und humanistischen Sachsen zu stärken.