Falken: Kretschmer soll unverzüglich verhandeln – Lehrer-Tarifvertrag statt nebulöser Verbeamtungsversprechen!

15. Dezember 2017  Cornelia Falken, Pressemitteilungen

CDU und SPD kündigen in ihrer „Absichtserklärung“ ein weiteres Mal an, die Attraktivität des Lehrberufes zu steigern. Die Linksfraktion fordert den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) und die Landesregierung nun auf, unverzüglich Tarifverhandlungen über die Vergütung der sächsischen Lehrkräfte aufzunehmen. Ein entsprechender Antrag (Drucksache 6/11549) liegt seit heute vor.

Dazu erklärt Cornelia Falken, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Bildungspolitik:

Die Lehrerinnen und Lehrer brauchen keine nebulösen Versprechungen, „Neulehrer“ befristet zu verbeamten – sie brauchen einen Tarifvertrag! Der Freistaat muss schnell Gerechtigkeit schaffen und wettbewerbsfähig werden: mit bundesweit attraktiven Beschäftigungsbedingungen, Vergütungs-, Altersteilzeit- und Altersvorsorgemodellen für alle Lehrerinnen und Lehrer. Dazu gehört die höhere Eingruppierung von Grundschullehrerinnen und Grundschullehrern auf dem Niveau der Entgeltstufe 13.

Die GEW hat im November ihre Bereitschaft erklärt, über einen landesweiten Tarifvertrag zu verhandeln. Es ist höchste Zeit, dass die Regierungskoalition ihren Worten Taten folgen lässt und das Angebot der Gewerkschaft annimmt. Nur ein Tarifvertrag kann den Lehrkräften jeden Alters und an allen Schulen ebenso gerecht werden wie den am Lehrberuf interessierten jungen Leuten. Der Freistaat hat bei der Wahrnehmung seiner Fürsorgepflicht riesige Reserven, die es jetzt auszuschöpfen gilt – ohne neue Ungerechtigkeit in den Lehrerzimmern!