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DIE LINKE. Sachsen

Luise Neuhaus-Wartenberg: Corona-Schutzimpfungen von Kindern und Jugendlichen an den Schulen schnellstens vorbereiten

 

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer könnte sehr bald für Kinder zwischen 12 und 15 Jahren zugelassen werden, ab 16 Jahren darf er bereits jetzt verimpft werden. Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Luise Neuhaus-Wartenberg, fordert sofortige Schritte:

„Es ist eines der drängendsten Ziele der Pandemiebekämpfung, den Infektionsschutz an den Schulen zu gewährleisten. Auch hierzu sind Schutzimpfungen der Schlüssel. Es ist gut, dass das Lehrpersonal sich impfen lassen kann, aber auch die Schülerinnen und Schüler müssen so schnell wie möglich geschützt werden, sobald entsprechender Impfstoff verfügbar ist. Die Staatsregierung wäre gut beraten, schon jetzt die entsprechenden Vorbereitungen zu treffen, um sofort losimpfen zu können, sobald das möglich wird.

Ich bezweifle, dass die Durchimpfung über die Kinder- und Hausarztpraxen schnell genug zu erreichen ist, und schlage vor, wenigstens den Großteil der Schulen zu vorübergehenden Impfzentren für Kinder und Jugendliche zu machen. So viele mobile Teams wie möglich sollten dort Station machen, auch weiteres medizinisches Personal sollte zum Einsatz kommen. Gemeinsam mit den Schulleitungen braucht es einen Plan für entsprechende Räumlichkeiten in den Schulen, organisatorische Abläufe, Einverständniserklärungen der Eltern – als Beispiel könnten hier diejenigen Erklärungen dienen, die bei den Testungen genutzt worden sind.

Wir wissen, dass die ärztlichen Aufklärungsgespräche bei Jugendlichen bis 18 nur im Beisein der Eltern stattfinden dürfen. Auch dafür brauchen wir kreative Lösungen bei der Terminfindung, die an den Schul- und Arbeitsalltag angepasst sind. Gerade bei der Debatte um den Erhalt der Impfzentren geben wir eindringlich zu bedenken, vor welchen immensen Aufgaben wir in den nächsten Monaten noch stehen werden.

Grundsätzlich heißt es: Tempo, Tempo, Tempo! Denn auch Schulkinder sind keineswegs vor dem Virus sicher, gerade auch im Hinblick auf die Covid19-Folgeerkrankungen. Wenn wir jetzt gemeinsam schnell genug sind, besteht Hoffnung auf einen angenehmen Sommer und einen weniger gefährlichen Herbst.“