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Großflächenkampagne: Abstand halten – aber nicht mehr bei Löhnen und Renten!

Mit einer Großflächenkampagne informiert die Linksfraktion an mehr als 200 Standorten, wofür sie im Landtag kämpft: Gerechtigkeit zwischen Ost und West. Für die gleiche Arbeit muss es in Ost und West denselben Lohn und dieselben Rentenansprüche geben!

www.linksfraktionsachsen.de/sogehtsolidarisch

Ostdeutsche haben im vergangenen Jahr durchschnittlich anderthalb Wochen mehr gearbeitet als Westdeutsche. Aber sie bekommen im Jahresschnitt immer noch fast 5.000 Euro brutto weniger als die Beschäftigten im Westen. Im Osten kriegt fast ein Drittel der Beschäftigten nur 2.000 Euro brutto im Monat oder weniger. Auch Sachsen ist Niedriglohnland. Nicht einmal 40 Prozent der Beschäftigten sind durch einen Tarifvertrag geschützt. Niedriglöhne fördern Altersarmut – derzeit bekommen 314.000 Sächsinnen und Sachsen weniger als 1.000 Euro Rente. Wer jahrzehntelang im Niedriglohnsektor geschuftet hat, wird noch mit dem Gang zum Sozialamt bestraft. Das kommt im Osten deutlich häufiger vor als im Westen. Auch die Renten werden nach drei Jahrzehnten noch nicht auf dieselbe Weise berechnet. Das beeinträchtigt das Zusammenwachsen unseres Landes.

2019 bekamen sächsische Bestandsrentner durchschnittlich 1.131 Euro, neue Rentnerinnen und Rentner nur noch 1.058 Euro. Immer noch werden die Ostdeutschen systematisch bei der Berechnung benachteiligt. Wer vor 2000 in Rente ging, hat nur eine geringe Chance, die Renteneinheit zu erleben. Die Regierenden haben es so gewollt!

Die Staatsregierung muss für einen Mindestlohn von 12 Euro kämpfen, einheitliche Tarifverträge befördern und prekäre Beschäftigung zurückdrängen. Der Staat sollte vorangehen, indem er seine Beschäftigten ordentlich entlohnt und öffentliche Aufträge nur an Unternehmen vergibt, die es ebenso halten. Wir fordern zudem, dass alle Menschen in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, die in unserem Land ein Einkommen im Job oder am Kapitalmarkt erzielen, und zwar für deren volle Höhe. Dann ist auch eine solidarische Mindestrente von 1.050 Euro finanzierbar. Die Rentenwerte müssen endlich angeglichen werden.