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Böhme / Mertsching: „Ende Gelände“ hat Vorurteile widerlegt und Zeichen für sozialverträglichen Klimaschutz gesetzt

 

Nach Abschluss der Aktionen von „Ende Gelände“ in den Braunkohle-Tagebauen bei Leipzig und in der Lausitz erklärt Marco Böhme, energie- und klimapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, der zusammen mit seinen Fraktionskolleginnen Juliane Nagel und Antonia Mertsching vor Ort als parlamentarischer Beobachter präsent war:

Wir danken „Ende Gelände“ und den vielen Menschen, die für lebenswerte Zukunft auf die Straße und in die Tagebaue gehen. Es war ein erfolgreiches Wochenende des Engagements für sozialverträglichen Klimaschutz.

Angesichts all dessen, was Konzern-Lobbyisten im Vorfeld, assistiert auch von den Rechten, öffentlich an schlechter Phantasie über die engagierten jungen Menschen ausgekippt haben, erwarte ich eine Rückkehr der Verantwortlichen in die Realität. Die Bevölkerung vor Ort wurde in verantwortungsloser Weise verunsichert, und das ausgerechnet auch von denen, die eine Mitverantwortung für die soziale Unsicherheit tragen, weil sie an ihrem Geschäftsmodell der Umweltzerstörung festgehalten haben, ohne sich Gedanken über Alternativen zu machen. 

Antonia Mertsching, Lausitzer Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, fügt hinzu:

Ich konnte mir am Samstag ein Bild der Situation an der Gleisblockade bei Koppatz, später im Tagebau Jänschwalde und schließlich noch bei der Mahnwache am Cottbuser Bahnhof machen. Ich habe friedliche Aktivist*innen gesehen und entspannte Polizisten und Polizistinnen; „massive Ausschreitungen" sind ausgeblieben. Als ich dann die Diskussionen im Netz gesehen habe, bin ich wieder über den geballten Hass und die Häme erschrocken.

Für mich gibt es zwei Schlussfolgerungen nach diesem Wochenende: 1. So etwas wie die Kohle-Kommission brauchen wir auch auf lokaler Ebene, damit die Leute miteinander über ihre verschiedenen Ansichten ins Gespräch kommen und lernen, demokratisch miteinander zu streiten. 2. Statt ausschließlich über die Stromversorgung zu reden, sollten wir vielmehr überlegen, wie wir unseren Energieverbrauch senken können! Hier brauchen wir konkrete Lösungsansätze, die über Energiesparlampen hinausgehen. Und eine Politik, die weniger Energieverbrauch überhaupt zum Ziel hat!"