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Buddeberg: Zahl der schwerbehinderten Menschen in Sachsen wächst / von Barrierefreiheit haben alle etwas

 

Am 3. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, wird uns wieder einmal schmerzlich bewusst, wie hoch die alltäglichen Barrieren für viele Gruppen in unserer Gesellschaft immer noch sind. Das geht los bei hohen Bordsteinen, die Menschen mit einer Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer*innen den Weg deutlich erschweren. Daneben werden hörgeschädigte Menschen vielerorts immer noch nicht mitgedacht, und für sehbehinderte Menschen können Hindernisse wie E-Roller auf Fußwegen schnell zur folgenreichen Stolperfalle werden. Die Liste könnte man endlos weiterführen. Zumal die Zahl der Menschen mit Beeinträchtigungen in Sachsen wächst. Laut Statistischem Landesamt gibt es 412.356 Menschen mit einer schweren Behinderung (Stand: Dezember 2018). Damit ist die Zahl der registrierten schwerbehinderten Menschen gegenüber 2017 um 1,5 Prozent angestiegen. Die häufigste Ursache für eine schwere Behinderung ist mit rund 91 Prozent eine Krankheit.

All dies zeigt: Es gibt für Menschen mit Beeinträchtigungen in Sachsen noch viel zu tun! Fraglich ist, ob der druckfrische Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung hier große Schritte nach vorne machen wird. Darin ist zwar von mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, etwa im Fußverkehr oder ÖPNV, die Rede. Konkrete Ziele und Zeitpläne fehlen hier allerdings. 

Dazu sagt Sarah Buddeberg, parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Inklusionspolitik der Fraktion DIE LINKE:

Bei einem Blick auf die Barrieren des Alltags, mit denen Menschen mit Behinderungen ständig zu kämpfen haben, frage ich mich, für wen unsere Gesellschaft eigentlich gemacht ist. Ausschließlich für junge, vitale und voll leistungsfähige Menschen?

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen sollte uns daran erinnern, dass eine barrierefreie Umwelt allen zugutekommt, auch den Menschen ohne Beeinträchtigungen. Sich für mehr Inklusion und Barrierefreiheit einzusetzen, ist kein Akt der Wohltätigkeit, sondern gelebte Solidarität. DIE LINKE wird sich deshalb auch über den 3. Dezember hinaus für gelebte Inklusion in Sachsen einsetzen. An die vagen Versprechungen der neuen Landesregierung zu mehr Barrierefreiheit werden wir CDU, Grüne und SPD in dieser Legislaturperiode regelmäßig erinnern.