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Falken: Abwärtstrend in der Unterrichtsversorgung verschärft sich – Gefälle bei Regionen und Schulformen beträchtlich

 

Zur Pressekonferenz des Kultusministers zum Start in das Schuljahr 2018/2019 in Sachsen erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Cornelia Falken:

Die Schwierigkeiten, den regulären Schulunterricht abzusichern, nehmen zu. Der Kultusminister versucht, eine Trendwende hinzubekommen; doch die Probleme scheinen ihm über den Kopf zu wachsen. Die Schulinfrastruktur ist marode und der Personalmangel gravierend. Dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler um 4600 zugenommen hat, ist an sich erfreulich. Doch mehr Schülerinnen und Schüler bedeuten auch mehr Schulen und mehr Lehrkräfte. An beidem fehlt es. Hier rächen sich die „Hypotheken der Vergangenheit“: die rigorose Schulschließungspolitik und das übermäßige Sparen im Personalbereich.

178.000 Überstunden haben die Lehrkräfte laut Kultusminister angehäuft. Und dennoch kann der Unterricht nicht abgesichert werden. Von den zum Schuljahresbeginn zu vergebenden 1100 Stellen konnten wieder nicht alle besetzt werden, sondern lediglich 870. In der Konsequenz kündigt der Kultusminister an, den Grundbereich (regulärer Unterricht) nicht absichern zu können und den Ergänzungsbereich mancherorts auf null reduzieren zu müssen. Sowohl die regionalen Unterschiede als auch die zwischen den Schulformen sind beträchtlich. Regional haben insbesondere die Region Bautzen und die Region Chemnitz mit dem Lehrermangel zu kämpfen. Das Gefälle bei den Schulformen ist erheblich. Während die Gymnasien vergleichsweise gut dastehen, geht es den Förderschulen besonders schlecht. Und selbst die Grundschulen geraten zunehmend in Schwierigkeiten bei der Unterrichtsabsicherung. Dabei kommt es doch auf den Anfang an, sagen die Bildungsexperten.

Tatsächlich sind die Zeiten vorbei, in denen sich Schüler über Unterrichtsausfall freuten. Denn sie befürchten Nachteile für ihre berufliche Zukunft. Die Ausfälle in der laufenden Stoffvermittlung können nicht später nachgeholt werden, da dann wieder neuer Stoff auf dem Plan steht.