Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Falken: Nun fliegt Sachsens Kultusminister eigener Unsinn um die Ohren – LINKE beantragt „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“

 

Zum Statement des sächsischen Kultusministers Christian Piwarz (CDU) zur heutigen Demonstration der Lehrergewerkschaften vor dem Ministerium erklärt Cornelia Falken, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

Herr Piwarz mag rhetorisch versierter sein als seine Vorgänger, doch seine schönen Worte sind nur die Tarnung für offenkundigen politischen Unsinn: die Verbeamtung, die einerseits die Lehrerkollegien spaltet, die große Mehrheit der Lehrkräfte jenseits der 42 benachteiligt und damit ihre Motivation untergräbt sowie andererseits enorme Kosten auf dem Rücken gegenwärtiger und künftiger Generationen verursacht.

Nun fliegt dem CDU-Kultusminister der offenkundige Unsinn um die Ohren. In der von ihm selbst heute gewünschten Sachlichkeit stelle ich fest: Das „Lehrerpaket“ der CDU/SPD-Koalition ist eine milliardenschwere falsche Weichenstellung. Es gab bessere und nachhaltigere Wege zu mehr neuen Lehrerinnen und Lehrern in allen Landesteilen im Wege einer generellen Attraktivitätssteigerung des Lehrerberufs in Sachsen.

Aus unserer Sicht gibt es nur zwei Möglichkeiten: die Fehlentscheidung wieder aufzuheben oder zumindest ein Mindestmaß an „Fairplay im Lehrerzimmer“ herzustellen, wie es die gleichnamige Initiative fordert. Mit unserem Antrag „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Nettolohnlücke für alle nicht verbeamteten Lehrkräfte schließen – keine ,Zwei-Klassen-Lehrerschaft‘ in Sachsen zulassen (Parlaments-Drucksache 6/13145) liefern wir dafür die Grundlage. Die CDU/SPD-Koalition hat es in der Hand, dem noch vor den Sommerferien im Landtag zuzustimmen. Damit könnte der Koalition das Zeugnis ausgestellt werden, dass sie nun verstanden hat.