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DIE LINKE. Sachsen

Franz Sodann: Reparieren statt Wegwerfen - Reparaturbonus in Sachsen einführen!

 

Die Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag hat einen Antrag (Drucksache 7/6987) zur wirksamen Vermeidung und Reduzierung von Elektroschrott sowie der damit einhergehenden enormen Umweltbelastungen eingereicht. In unmittelbarer Abstimmung mit der Verbraucherzentrale Sachsen e.V. soll ein Landesprogramm aufgelegt werden, das Verbrauchern in Sachsen einen Bonus für die Reparatur ihrer alten Elektrogeräte auszahlt. Dazu erklärt Franz Sodann, Sprecher für Verbraucherschutz:

„Gerade bei älteren Elektrogeräten sind die Reparaturkosten im Vergleich zum Neukauf oft unverhältnismäßig hoch. Daher schrecken viele Verbraucher oft vor einem Reparaturauftrag zurück und kaufen lieber gleich ein neues Produkt. Wer weder über das nötige Geld für eine Reparatur noch für ein Neugerät verfügt, ist dabei besonders in Not. Wir fordern daher die Staatsregierung auf, in unmittelbarer Abstimmung mit der Verbraucherzentrale Sachsen e.V. für den Freistaat Sachsen ein Reparatur-Bonus-Programm, ähnlich dem in Thüringen, aufzulegen.

Mit einem solchen Bonus wird vielen Menschen in Sachsen gezielt ermöglicht, zum Schutz der Umwelt beizutragen. Gleichzeitig werden damit die lokalen Handwerksbetriebe, die die Reparaturen ausführen, gestärkt. Unser Antrag sieht ein unbürokratisches und leicht verständliches Antragsverfahren vor, das den Verbrauchern auch eine vereinfachte digitale Antragstellung ermöglicht. Die Leistung eines Reparaturbonus in Höhe der Hälfte der durch Rechnungsbeleg nachge­wiesenen Brutto-Reparatur­kosten für das Elektrogerät, höchstens jedoch 100 Euro pro Verbrau­­cher und Kalenderjahr, soll nach der Prüfung zeitnah auf das Konto des Antragstellers überwiesen werden.“

Hintergrund:

Die Menge an Elektroschrott wächst jährlich um drei bis fünf Prozent. Deutschland nahm 2019 mit 19,4 Kilogramm pro Einwohner eine weltweite Spitzenposition ein. Das Europäische Umweltbüro hat ausgerechnet, dass allein die Verlängerung der Lebens- und Nutzungsdauer aller Waschmaschinen, Notebooks, Staubsauger und Smartphones um nur ein Jahr im EU-Raum rund vier Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen würde. Das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von zwei Millionen Autos. Eine längere Nutzungsdauer von Elektrogeräten spart aber nicht nur CO2 ein, sondern reduziert auch den Verbrauch von Metallen, seltenen Erden, Wasser und Chemikalien.

Der Freistaat Thüringen hat bereits einen sogenannten Reparatur-Bonus eingeführt. Als gemeinsames Projekt des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz und der Verbraucherzentrale Thüringen e.V. werden seit dem 15. Juni 2021 „Thüringerinnen und Thüringer, die ein kaputtes Haushalts-Elektrogerät reparieren lassen, […] die Hälfte der Reparaturkosten erstattet  – bis maximal 100 Euro pro Person und Kalenderjahr.“


Pressemeldungen

DIE LINKE. Sachsen

Franz Sodann: Reparieren statt Wegwerfen - Reparaturbonus in Sachsen einführen!

 

Die Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag hat einen Antrag (Drucksache 7/6987) zur wirksamen Vermeidung und Reduzierung von Elektroschrott sowie der damit einhergehenden enormen Umweltbelastungen eingereicht. In unmittelbarer Abstimmung mit der Verbraucherzentrale Sachsen e.V. soll ein Landesprogramm aufgelegt werden, das Verbrauchern in Sachsen einen Bonus für die Reparatur ihrer alten Elektrogeräte auszahlt. Dazu erklärt Franz Sodann, Sprecher für Verbraucherschutz:

„Gerade bei älteren Elektrogeräten sind die Reparaturkosten im Vergleich zum Neukauf oft unverhältnismäßig hoch. Daher schrecken viele Verbraucher oft vor einem Reparaturauftrag zurück und kaufen lieber gleich ein neues Produkt. Wer weder über das nötige Geld für eine Reparatur noch für ein Neugerät verfügt, ist dabei besonders in Not. Wir fordern daher die Staatsregierung auf, in unmittelbarer Abstimmung mit der Verbraucherzentrale Sachsen e.V. für den Freistaat Sachsen ein Reparatur-Bonus-Programm, ähnlich dem in Thüringen, aufzulegen.

Mit einem solchen Bonus wird vielen Menschen in Sachsen gezielt ermöglicht, zum Schutz der Umwelt beizutragen. Gleichzeitig werden damit die lokalen Handwerksbetriebe, die die Reparaturen ausführen, gestärkt. Unser Antrag sieht ein unbürokratisches und leicht verständliches Antragsverfahren vor, das den Verbrauchern auch eine vereinfachte digitale Antragstellung ermöglicht. Die Leistung eines Reparaturbonus in Höhe der Hälfte der durch Rechnungsbeleg nachge­wiesenen Brutto-Reparatur­kosten für das Elektrogerät, höchstens jedoch 100 Euro pro Verbrau­­cher und Kalenderjahr, soll nach der Prüfung zeitnah auf das Konto des Antragstellers überwiesen werden.“

Hintergrund:

Die Menge an Elektroschrott wächst jährlich um drei bis fünf Prozent. Deutschland nahm 2019 mit 19,4 Kilogramm pro Einwohner eine weltweite Spitzenposition ein. Das Europäische Umweltbüro hat ausgerechnet, dass allein die Verlängerung der Lebens- und Nutzungsdauer aller Waschmaschinen, Notebooks, Staubsauger und Smartphones um nur ein Jahr im EU-Raum rund vier Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen würde. Das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von zwei Millionen Autos. Eine längere Nutzungsdauer von Elektrogeräten spart aber nicht nur CO2 ein, sondern reduziert auch den Verbrauch von Metallen, seltenen Erden, Wasser und Chemikalien.

Der Freistaat Thüringen hat bereits einen sogenannten Reparatur-Bonus eingeführt. Als gemeinsames Projekt des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz und der Verbraucherzentrale Thüringen e.V. werden seit dem 15. Juni 2021 „Thüringerinnen und Thüringer, die ein kaputtes Haushalts-Elektrogerät reparieren lassen, […] die Hälfte der Reparaturkosten erstattet  – bis maximal 100 Euro pro Person und Kalenderjahr.“