Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Gebhardt: LINKE will Kunst-/Kulturgut-Schutzkonzept Sachsen / Antrag fordert nach Kunstraub Aufklärung und Konsequenzen

 

Die Linksfraktion hat heute den Antrag „Umstände des Kunstraubes in Dresden rückhaltlos ermitteln und aufklären – Maßnahmenkonzept zum wirksamen Schutz von Kunst- und Kulturgütern in Sachsen vorlegen!“ (Parlaments-Drucksache 7/645) eingereicht. Dazu erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Wir verlangen eine rückhaltlose und umfassende Aufklärung der Staatsregierung gegenüber Landtag und Öffentlichkeit. Was die Verantwortlichen vor Ort seit Tagen an Widersprüchlichkeiten und Ungereimtheiten von sich geben, ist ja an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Es macht fassungslos, mit welchem Dilettantismus hier kostbarste Kunstschätze faktisch der Schutzlosigkeit preisgegeben wurden. Ich möchte daher von der Staatsregierung auch wissen, welche Konsequenzen gezogen werden, bevor wir vom nächsten großen Kunstraub überrascht werden.

Zugleich fordern wir die schnellstmögliche Erstellung eines sicherheitstechnisch belastbaren Maßnahmenkonzepts für einen wirksamen Schutz von öffentlich präsentierten Kunst- und Kulturgütern in Museen, Ausstellungen, Burgen, Schlössern und anderen Gebäuden. Dabei ist selbstverständlich im Rahmen eines Kunst-/Kulturgut-Schutz-Konzepts Sachsen auch die öffentliche Zugänglichkeit zu wahren. All dies muss unmittelbar nach Durchführung einer entsprechenden sachsenweiten Evaluierung von Museums- und Ausstellungsstandorten bis zum Ende des ersten Quartals 2020 erfolgen. Schon vorher, nämlich bis spätestens 31. Januar 2020, erwarten wir Auskunft über die konkreten Maßnahmen und Konsequenzen nach dem Kunstraub vom 26. November 2019 im „Grünen Gewölbe“ in Dresden.

Natürlich gilt es jetzt auch rückhaltlos aufzuklären, welche begünstigenden Ursachen, Versäumnisse und Defizite dieses Raubdelikt ermöglicht haben.