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Kosel kritisiert Polizei: Erneute antisorbische Attacke extremer Rechter auf sorbische Jugendliche aufklären, nicht vertuschen!

 

Zu den gewalttätigen Attacken einer Gruppe der extremen Rechten auf sorbische Jugendliche in der Nacht von Freitag auf Samstag in Schönau (Ralbitz-Rosenthal) erklärt Heiko Kosel, Sprecher der Fraktion DIE LINKE für nationale Minderheiten:

Entgegen der Darstellung der Polizei in den Medien handelt es sich nach Aussage sorbischer Jugendlicher gegenüber dem Sorbischen Rundfunk des MDR nicht um eine Auseinandersetzung zwischen sorbisch und russisch sprechenden Menschen, sondern um Übergriffe Bautzener Rechtsextremisten auf Sorben. Die Täter seien schon durch Zeichen auf der Kleidung klar als Nazis erkennbar gewesen.

Damit tritt erneut und am selben Ort das Muster antisorbischer Übergriffe des Jahres 2014 zutage, die bundesweite Beachtung fanden, leider aber bis heute kaum strafrechtlich verfolgt worden sind. Es ist zwar begrüßenswert, dass nun bereits unmittelbar nach den Taten der Staatsschutz ermittelt, die Öffentlichkeitsarbeit der zuständigen Polizeidirektion sieht aber bisher eher nach Vertuschung als nach Aufklärung aus.

Ich fordere daher Polizei und Staatsanwaltschaft auf, diesmal von sich aus alle Möglichkeiten der Aufklärung und Strafverfolgung rasch auszuschöpfen, ohne wieder erst durch die sorbische Öffentlichkeit zum Jagen getragen werden zu müssen.