Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen
DIE LINKE. Sachsen

Luise Neuhaus-Wartenberg, Marika Tändler-Walenta: Umgestaltung der Berufsschul-Landschaft am Runden Tisch diskutieren!

 

Die Linksfraktion fordert in einem neuen Landtags-Antrag (Drucksache 7/6132), das Aufstellungsverfahren zum „Teilschulnetzplan für die berufsbildenden Schulen“ auszusetzen sowie einen Runden Tisch „Berufsschulen mit Zukunft“ einzurichten. Dazu sagt die bildungspolitische Sprecherin Luise Neuhaus-Wartenberg:

„Die Änderungen am Berufsschulnetzplan werden heiß diskutiert. Das Kultusministerium sollte keine Fakten schaffen, bis an einem Runden Tisch eine einvernehmliche Lösung wenigstens gesucht worden ist. Es ist mir klar, dass es dabei widerstreitende Interessen gibt, die ausgeglichen werden müssen. Das Ziel aller sollte jedoch ein ausgewogenes, flächendeckendes und zukunftsfähiges Netz von berufsbildenden Schulen sein. Am Runden Tisch vertreten sein sollten die Schulträger, die Vertretungen von Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie der Lehrkräfte, die GEW und die Interessenvertretungen der Ausbildungsbetriebe.

Es ist sicher vernünftig, dass die Berufsschulstruktur künftig nicht mehr auf der Ebene der Landkreise und Kreisfreien Städte geplant wird, sondern auf der Landesebene. Diese Aufgabe steht an und muss gelöst werden. Das heißt aber nicht, dass die Staatsregierung einfach über die Interessen einzelner Gebietskörperschaften hinweggehen darf. Das Angebot muss klug austariert werden, auch zwischen Stadt und Land und mit Blick auf die Möglichkeiten für Auszubildende, unter zumutbaren Bedingungen mobil zu sein. Die Kreisfreien Städte müssen sich ihrer Verantwortung für die umgebenden Landkreise bewusst sein. Das Netz der Berufsschulen muss so aussehen, dass eine Sogwirkung der großen Zentren verhindert wird und die Berufsschulstandorte in der Fläche gestärkt werden. Dies gelingt nur durch bessere Absprachen zwischen allen Betroffenen, insbesondere auch mit den kreisfreien Städten und den Landkreisen als den Schulträgern.“

Die mittelsächsische LINKEN-Abgeordnete Marika Tändler-Walenta ergänzt:

„Alle Landkreise und kreisfreien Städte haben Anmerkungen zur Berufsschulnetzplanung ans Kultusministerium gesendet, Mittelsachsen und Bautzen haben ihr Einvernehmen versagt. Nacharbeit ist angesagt. Gerade im ländlichen Raum stellt die Möglichkeit, Abitur und Berufsausbildung zu kombinieren, eine Perspektive für die von Schließung bedrohten Standorte und auch eine damit verbundene Verkürzung der Fahrtwege dar. Schulwege von 180 Minuten sind nicht hinnehmbar (Drucksache 7/5834). Auch eine Verringerung der Klassenstärke böte gerade den Standorten in den Landkreisen außerhalb der Zentren die Möglichkeit, Fachklassen auch mit weniger Schülern anzubieten und vor allem auch soziale Härtefälle zu vermeiden. Es ist unverständlich, wieso das Kultusministerium dies etwa für die Ausbildung von Landwirten in Rochlitz nicht in Betracht zieht.“


Pressemeldungen

DIE LINKE. Sachsen

Luise Neuhaus-Wartenberg, Marika Tändler-Walenta: Umgestaltung der Berufsschul-Landschaft am Runden Tisch diskutieren!

 

Die Linksfraktion fordert in einem neuen Landtags-Antrag (Drucksache 7/6132), das Aufstellungsverfahren zum „Teilschulnetzplan für die berufsbildenden Schulen“ auszusetzen sowie einen Runden Tisch „Berufsschulen mit Zukunft“ einzurichten. Dazu sagt die bildungspolitische Sprecherin Luise Neuhaus-Wartenberg:

„Die Änderungen am Berufsschulnetzplan werden heiß diskutiert. Das Kultusministerium sollte keine Fakten schaffen, bis an einem Runden Tisch eine einvernehmliche Lösung wenigstens gesucht worden ist. Es ist mir klar, dass es dabei widerstreitende Interessen gibt, die ausgeglichen werden müssen. Das Ziel aller sollte jedoch ein ausgewogenes, flächendeckendes und zukunftsfähiges Netz von berufsbildenden Schulen sein. Am Runden Tisch vertreten sein sollten die Schulträger, die Vertretungen von Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie der Lehrkräfte, die GEW und die Interessenvertretungen der Ausbildungsbetriebe.

Es ist sicher vernünftig, dass die Berufsschulstruktur künftig nicht mehr auf der Ebene der Landkreise und Kreisfreien Städte geplant wird, sondern auf der Landesebene. Diese Aufgabe steht an und muss gelöst werden. Das heißt aber nicht, dass die Staatsregierung einfach über die Interessen einzelner Gebietskörperschaften hinweggehen darf. Das Angebot muss klug austariert werden, auch zwischen Stadt und Land und mit Blick auf die Möglichkeiten für Auszubildende, unter zumutbaren Bedingungen mobil zu sein. Die Kreisfreien Städte müssen sich ihrer Verantwortung für die umgebenden Landkreise bewusst sein. Das Netz der Berufsschulen muss so aussehen, dass eine Sogwirkung der großen Zentren verhindert wird und die Berufsschulstandorte in der Fläche gestärkt werden. Dies gelingt nur durch bessere Absprachen zwischen allen Betroffenen, insbesondere auch mit den kreisfreien Städten und den Landkreisen als den Schulträgern.“

Die mittelsächsische LINKEN-Abgeordnete Marika Tändler-Walenta ergänzt:

„Alle Landkreise und kreisfreien Städte haben Anmerkungen zur Berufsschulnetzplanung ans Kultusministerium gesendet, Mittelsachsen und Bautzen haben ihr Einvernehmen versagt. Nacharbeit ist angesagt. Gerade im ländlichen Raum stellt die Möglichkeit, Abitur und Berufsausbildung zu kombinieren, eine Perspektive für die von Schließung bedrohten Standorte und auch eine damit verbundene Verkürzung der Fahrtwege dar. Schulwege von 180 Minuten sind nicht hinnehmbar (Drucksache 7/5834). Auch eine Verringerung der Klassenstärke böte gerade den Standorten in den Landkreisen außerhalb der Zentren die Möglichkeit, Fachklassen auch mit weniger Schülern anzubieten und vor allem auch soziale Härtefälle zu vermeiden. Es ist unverständlich, wieso das Kultusministerium dies etwa für die Ausbildung von Landwirten in Rochlitz nicht in Betracht zieht.“