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DIE LINKE. Sachsen

Luise Neuhaus-Wartenberg: Sachsens Schulen brauchen einen Neustart - der Sommer ist schneller vorbei als gedacht, Herr Piwarz!

 

Zu den Aussagen von Kultusminister Piwarz im Interview mit der Freien Presse, die Kinder bei der Aufholung der Lernrückstände nicht zu überfordern und Bildungseinrichtungen bei einer vierten Welle nicht wieder schließen zu wollen, erklärt Luise Neuhaus-Wartenberg, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

„Kinder und Jugendliche haben unter den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie besonders zu leiden gehabt. Anders als Großkonzerne hatten sie keine starke Lobby und müssen sich nun Stück für Stück zurück in den Schulalltag kämpfen. Die Schwächen des sächsischen Bildungssystems sind während der Pandemie offen zutage getreten. Klar ist, grundsätzliche Veränderungen müssen her.

Fachpersonal von außen und das Lernen an außerschulischen Orten sind linke Forderungen und sollten auch jenseits von Corona im Schulalltag etabliert werden. Natürlich brauchen die Schülerinnen und Schüler jetzt kurzfristige Unterstützungsangebote zum Aufholen des verpassten Unterrichtsstoffes, die über die Erteilung von Nachhilfeunterricht in den Nachmittagsstunden hinausgehen. Hier erwarte ich konkrete Konzepte vom Kultusministerium, wie die Lernrückstände während des regulären Schulalltags aufgeholt werden können. Dazu müssen an den einzelnen Schulen die Lehrpläne bedarfsgerecht angepasst werden.

Ich teile die Auffassung, dass wir alles dafür tun müssen, auch während der erwartbaren vierten Welle die Schulen offen zu halten. Mir ist bewusst, dass Minister Piwarz den Nutzen von mobilen Raumluftfiltern als gering einschätzt. Ich bitte inständig darum, die Studienergebnisse von Prof. Kähler „Saubere Luft in Klassenräumen“ zur Kenntnis zu nehmen und zu überprüfen, ob der Einsatz von Luftfiltern und durchsichtigen Trennwänden in den Klassenzimmern, gemeinsam mit dem Tragen von Schutzmasken, den Präsenzunterricht dauerhaft gewährleisten könnte.

Langfristig gesehen brauchen wir in Sachsen endlich den Mut für ein modernes Bildungssystem, was sich aufs Wesentliche besinnt und niemanden zurücklässt. Sachsens Schulen brauchen einen Neustart! Unsere Fraktion wird sich an dieser Debatte konstruktiv beteiligen.“


Pressemeldungen

DIE LINKE. Sachsen

Luise Neuhaus-Wartenberg: Sachsens Schulen brauchen einen Neustart - der Sommer ist schneller vorbei als gedacht, Herr Piwarz!

 

Zu den Aussagen von Kultusminister Piwarz im Interview mit der Freien Presse, die Kinder bei der Aufholung der Lernrückstände nicht zu überfordern und Bildungseinrichtungen bei einer vierten Welle nicht wieder schließen zu wollen, erklärt Luise Neuhaus-Wartenberg, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

„Kinder und Jugendliche haben unter den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie besonders zu leiden gehabt. Anders als Großkonzerne hatten sie keine starke Lobby und müssen sich nun Stück für Stück zurück in den Schulalltag kämpfen. Die Schwächen des sächsischen Bildungssystems sind während der Pandemie offen zutage getreten. Klar ist, grundsätzliche Veränderungen müssen her.

Fachpersonal von außen und das Lernen an außerschulischen Orten sind linke Forderungen und sollten auch jenseits von Corona im Schulalltag etabliert werden. Natürlich brauchen die Schülerinnen und Schüler jetzt kurzfristige Unterstützungsangebote zum Aufholen des verpassten Unterrichtsstoffes, die über die Erteilung von Nachhilfeunterricht in den Nachmittagsstunden hinausgehen. Hier erwarte ich konkrete Konzepte vom Kultusministerium, wie die Lernrückstände während des regulären Schulalltags aufgeholt werden können. Dazu müssen an den einzelnen Schulen die Lehrpläne bedarfsgerecht angepasst werden.

Ich teile die Auffassung, dass wir alles dafür tun müssen, auch während der erwartbaren vierten Welle die Schulen offen zu halten. Mir ist bewusst, dass Minister Piwarz den Nutzen von mobilen Raumluftfiltern als gering einschätzt. Ich bitte inständig darum, die Studienergebnisse von Prof. Kähler „Saubere Luft in Klassenräumen“ zur Kenntnis zu nehmen und zu überprüfen, ob der Einsatz von Luftfiltern und durchsichtigen Trennwänden in den Klassenzimmern, gemeinsam mit dem Tragen von Schutzmasken, den Präsenzunterricht dauerhaft gewährleisten könnte.

Langfristig gesehen brauchen wir in Sachsen endlich den Mut für ein modernes Bildungssystem, was sich aufs Wesentliche besinnt und niemanden zurücklässt. Sachsens Schulen brauchen einen Neustart! Unsere Fraktion wird sich an dieser Debatte konstruktiv beteiligen.“