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DIE LINKE. Sachsen

Luise Neuhaus-Wartenberg: Unterrichtsfach „Medienkunde“ mit wissenschaftlicher Begleitung erproben!

 

Medien bestimmen unseren Alltag. Sie beeinflussen, was wir wissen, was wir für wichtig halten, was wir uns wünschen. Gleichzeitig entwickelt sich die Medienwelt rasant und ist nicht mehr überschaubar. Eine mündige und verantwortungsvolle Mediennutzung setzt eine stetig wachsende Medienkompetenz voraus, deren Grundlagen bereits im Schulunterricht geschaffen werden sollten. Das fordert die Linksfraktion mit einem neuen Antrag (Drucksache 7/7709 ).

Die Staatsregierung soll demnach eine sächsische Hochschule mit einer wissenschaftlichen Studie beauftragen, in der ein Unterrichtsfach „Medienkunde“ erprobt und dessen perspektivische Einführung untersucht wird. Auf der Grundlage der fertig gestellten Studie soll das Kultusministerium gemeinsam mit betreffender Hochschule einen Schulversuch durchführen und dem Landtag einen Bericht vorlegen. Anschließend soll das Parlament darüber entscheiden, ob das Schulfach „Medienkunde“ eingeführt werden soll – möglicherweise auch durch die Zusammenlegung mit einem bereits bestehenden Unterrichtsfach.

Luise Neuhaus-Wartenberg, Sprecherin der Linksfraktion für Bildungspolitik, erklärt dazu:

„Es dürfte unbestritten sein, dass Medienkompetenz und Medienpädagogik auch in der Schule eine große Bedeutung haben müssen. Die TU Dresden hat der Staatskanzlei bereits 2016 in einem Gutachten bestätigt, dass digitale Medien in allen gesellschaftlichen Feldern relevant sind. Schule kommt als Bildungsinstitution eine besondere Bedeutung zu, da sie Allgemeinbildung vermitteln, aber auch auf das Berufsleben vorbereiten soll. In den allermeisten Bereichen ist ein Berufsleben ohne kompetenten Umgang mit digitalen Medien nicht mehr vorstellbar. Deshalb plädieren wir dafür, ernsthaft zu prüfen, ob und wie ein Ausbau der schulischen Medienbildung per Schulfach möglich ist. Thüringen erprobt derzeit die Praxistauglichkeit eines eigenständigen Unterrichtsfaches Medienkunde.

Umstritten ist hingegen, ob Medienkompetenz und Medienpädagogik in allen Fächern vermittelt oder in einem gesonderten Schulfach unterrichtet werden sollen. Wir halten die Argumente für plausibel, mit denen die TU Dresden 2016 für ein Unterrichtsfach geworben hat: Mithilfe eines eigenen Schulfachs kann medienpädagogischen Zielen die ihnen gebührende Aufmerksamkeit gewidmet und organisatorisch, d.h. vor allem zeitlich und räumlich, ein größerer Rahmen gegeben werden. Auch wenn in den einzelnen Fächern vereinzelt medienpädagogische Themen […] wiederzufinden sind, kann Medienkompetenz als umfassende Handlungskompetenz auf diese Weise nicht angemessen gefördert werden, da der fachliche Zugriff zwangsläufig ein perspektivisch verengter ist.“


Pressemeldungen

DIE LINKE. Sachsen

Luise Neuhaus-Wartenberg: Unterrichtsfach „Medienkunde“ mit wissenschaftlicher Begleitung erproben!

 

Medien bestimmen unseren Alltag. Sie beeinflussen, was wir wissen, was wir für wichtig halten, was wir uns wünschen. Gleichzeitig entwickelt sich die Medienwelt rasant und ist nicht mehr überschaubar. Eine mündige und verantwortungsvolle Mediennutzung setzt eine stetig wachsende Medienkompetenz voraus, deren Grundlagen bereits im Schulunterricht geschaffen werden sollten. Das fordert die Linksfraktion mit einem neuen Antrag (Drucksache 7/7709 ).

Die Staatsregierung soll demnach eine sächsische Hochschule mit einer wissenschaftlichen Studie beauftragen, in der ein Unterrichtsfach „Medienkunde“ erprobt und dessen perspektivische Einführung untersucht wird. Auf der Grundlage der fertig gestellten Studie soll das Kultusministerium gemeinsam mit betreffender Hochschule einen Schulversuch durchführen und dem Landtag einen Bericht vorlegen. Anschließend soll das Parlament darüber entscheiden, ob das Schulfach „Medienkunde“ eingeführt werden soll – möglicherweise auch durch die Zusammenlegung mit einem bereits bestehenden Unterrichtsfach.

Luise Neuhaus-Wartenberg, Sprecherin der Linksfraktion für Bildungspolitik, erklärt dazu:

„Es dürfte unbestritten sein, dass Medienkompetenz und Medienpädagogik auch in der Schule eine große Bedeutung haben müssen. Die TU Dresden hat der Staatskanzlei bereits 2016 in einem Gutachten bestätigt, dass digitale Medien in allen gesellschaftlichen Feldern relevant sind. Schule kommt als Bildungsinstitution eine besondere Bedeutung zu, da sie Allgemeinbildung vermitteln, aber auch auf das Berufsleben vorbereiten soll. In den allermeisten Bereichen ist ein Berufsleben ohne kompetenten Umgang mit digitalen Medien nicht mehr vorstellbar. Deshalb plädieren wir dafür, ernsthaft zu prüfen, ob und wie ein Ausbau der schulischen Medienbildung per Schulfach möglich ist. Thüringen erprobt derzeit die Praxistauglichkeit eines eigenständigen Unterrichtsfaches Medienkunde.

Umstritten ist hingegen, ob Medienkompetenz und Medienpädagogik in allen Fächern vermittelt oder in einem gesonderten Schulfach unterrichtet werden sollen. Wir halten die Argumente für plausibel, mit denen die TU Dresden 2016 für ein Unterrichtsfach geworben hat: Mithilfe eines eigenen Schulfachs kann medienpädagogischen Zielen die ihnen gebührende Aufmerksamkeit gewidmet und organisatorisch, d.h. vor allem zeitlich und räumlich, ein größerer Rahmen gegeben werden. Auch wenn in den einzelnen Fächern vereinzelt medienpädagogische Themen […] wiederzufinden sind, kann Medienkompetenz als umfassende Handlungskompetenz auf diese Weise nicht angemessen gefördert werden, da der fachliche Zugriff zwangsläufig ein perspektivisch verengter ist.“