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Mittelsachsen entzieht Asylsuchenden ihre Katzen und lässt diese lieber im Tierheim betreuen / Schaper: Behördenirrsinn!

 

In Leisnig (Landkreis Mittelsachsen) ereignet sich derzeit ein „Katzendrama“. Die Ausländerbehörde hat es einer irakischen Familie untersagt, ihre Katzen Noshe und Chico in der Wohnung zu halten, und sie gezwungen, die Tiere an das örtliche Tierheim abzugeben. Tierhaltung sei in Unterkünften, die der Landkreis zur Unterbringung von Geflüchteten angemietet hat, nicht gestattet. Allerdings hat die Familie Medienberichten zufolge vorher in Freiberg Katzen gehalten, ohne dass es Probleme gegeben hätte. Das Asylverfahren der Familie dauert schon drei Jahre.

Dazu erklärt die tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Susanne Schaper:

Der Behördenirrsinn in Sachsen scheint keine Grenzen zu kennen. Obwohl die Rechtsprechung in Deutschland Katzen als Kleintiere bewertet, deren Haltung in einer Wohnung nicht pauschal verboten werden kann, untersagt die Ausländerbehörde es der Familie, ihre Katzen in der Wohnung zu halten. Statt froh darüber zu sein, dass sich die Familie liebevoll und fürsorglich um die Tiere kümmert, führt das Verhalten der Behörde dazu, dass die Tiere im Tierheim auf Kosten der Gesamtgesellschaft versorgt werden und unnötig leiden müssen. Ein solches Vorgehen ist nicht hinnehmbar – weder für die Betroffenen noch für die Tierheime in Sachsen, die unter steter Geldnot leiden.

Paragraf 1 des Tierschutzgesetzes sagt: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schaden zufügen.“ Die Ausländerbehörde verstößt klar dagegen.