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Pinka: CDU und SPD stimmen beim Thema Insektensterben fürs Nichtstun

 

Gestern hat die Mehrheit aus CDU und SPD die Anträge der Fraktionen DIE LINKE und Bündnis90/DIE GRÜNEN zum Thema Insektensterben im Umweltausschuss weggestimmt (Antrag der Fraktion DIE LINKE „Ursachen des Insektensterbens in Sachsen untersuchen und Gegenmaßnahmen in die Wege leiten“, Drucksache 6/11500 sowie Antrag der Fraktion GRÜNE „Ursachen des Insektensterbens erforschen und bekämpfen“, Drucksache 6/11192).

Noch in der Anhörung am 2. März 2018 hatten die Sachverständigen Maßnahmen gegen das Insektensterben befürwortet.

Dr. Jana Pinka, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Umweltschutz und Ressourcenwirtschaft, erklärt dazu:

„Wir haben gemeinsam mit den Grünen erreicht, dass die Umstände und Auswirkungen des dramatischen Insektensterbens endlich im Landtag thematisiert werden. Durch die Blockadehaltung der Regierungskoalition bleibt das leider bisher folgenlos – CDU und SPD setzen sich auch über den Rat der Experten hinweg und ignorieren den Handlungsbedarf. Die Sachverständigen hatten unterstrichen, dass sogar ordnungsgemäß eingesetzte Pflanzenschutzmittel sowie regelkonformes Handeln in Landwirtschaft und Landschaftspflege den Insekten schaden.

Das breit angelegte mehrjährige Monitoring, auf das sich die Umwelt- und Agrarminister der Länder geeinigt haben, dürfte erst kurz vor dem Jahr 2030 greifbare Ergebnisse bringen. Das ist zu spät. Der nicht wegzudiskutierende Rückgang der Populationsstärken vieler Arten und das Aussterben einiger Arten ist ein schleichender Prozess, der wohl bereits in den 1950er Jahren eingesetzt hat und sich seit den 1990er Jahren verstärkt. Die Forderungen für mehr Biodiversität sind seit 20 Jahren unverändert: Vielfalt in der Landschaft und Landschaftsnutzung bedeutet Vielfalt bei den Tierarten. Wir bleiben am Thema dran!“