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Pinka: Ministerin Stange sieht Bedrohung der Kunstfreiheit wegen der Vorgänge in Freiberg – sie muss aber auch handeln!

 

Die Vorgänge am Theater Freiberg, wo Oberbürgermeister Sven Krüger als Gesellschafter der Mittelsächsische Theater und Philharmonie gGmbH die Veranstaltungsreihe „Was ist zu tun? Wir haben die Wahl 2019“ unterbinden ließ, sorgen weiter für Diskussionen. Die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, hat MDR KULTUR gesagt: „Wenn im vorauseilenden Gehorsam, nur weil eine Partei meint, dass ein Theater Grenzen überschritten hat, solche Veranstaltungen im Theater verboten werden, dann ist das eine Beschneidung der Freiheit von Kunst.“

Die Linksfraktion wird deshalb in der Plenarsitzung am kommenden Freitag in einem Dringlichen Antrag (Drucksache 6/17755) die Staatsregierung dringend zum Handeln auffordern. Sie soll unverzüglich mit rechtsaufsichtlichen Mitteln darauf dringen, dass der Eingriff in die Freiheit der Kunst des Freiberger Theaters beendet wird.

Dazu erklärt die Freiberger Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Dr. Jana Pinka:

„Es ist gut, dass die künstlerische Leitung sich jetzt öffentlich gegen den Maulkorb wehrt, der ihr umgebunden werden soll. Wir stehen an ihrer Seite und fordern die Staatsregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass die Dialog-Reihe sowie derartige Veranstaltungen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen weiter im Freiberger Theater möglich sind. Den korrekten Worten der Kunstministerin müssen Tagen folgen!

Morgen feiern wir den 70. Geburtstag des Grundgesetzes. In Artikel 5 steht unmissverständlich: ,Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.‘ Das ist offenbar noch nicht zum Freiberger Oberbürgermeister durchgedrungen. Ich vermute schlicht Feigheit hinter seinem Bestreben, die Veranstaltungsreihe sowie erklärtermaßen weitere ,derartige Veranstaltungen‘ zu verhindern. Wehret den Anfängen! Es gibt kein Neutralitätsgebot für die Kunst oder für Künstlerinnen und Künstler. Sie dürfen sich in die Debatte einmischen, und sie dürfen Stellung für die Demokratie beziehen. Das ist nicht automatisch gleichbedeutend mit Wahlkampf oder damit, sich auf die Seite einer Partei zu schlagen.“