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DIE LINKE. Sachsen

Rico Gebhardt: Es ist dem Freistaat und der Gedenkstättenstiftung nicht zuzumuten, dass Siegfried Reiprich noch im Amt bleibt

 

Zu den heutigen Äußerungen des Geschäftsführers der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Siegfried Reiprich, in den DNN erklärt der Vorsitzende der Linksfraktion, Rico Gebhardt:

„Er kann es einfach nicht lassen. Mit seinen hilflosen Rechtfertigungsversuchen reitet sich Siegfried Reiprich immer tiefer rein. Zwar räumt er ein, dass seine Twitter-Äußerungen nicht ,besonders klug‘ gewesen seien. Er verteidigt sie aber mit dem Verweis auf die Meinungsfreiheit, die ihm als Privatperson zustehe. Und dann legt er nach. Seine Gleichsetzung der Reichspogromnacht mit den Ereignissen in Stuttgart rechtfertigt er ausgerechnet mit Hannah Arendt. Diese habe davor gewarnt, dass totalitäre Bewegungen auch in der Demokratie entstehen können. ,Besonders klug‘ ist das tatsächlich nicht: Denn alle wissen, dass die NS-Herrschaft aus der Weimarer Demokratie hervorging. Dazu muss man Hannah Arendt nicht gelesen haben.

Die Jüdin Hannah Arendt, die vor den Nazis fliehen musste, wäre niemals auf den völlig abwegigen Gedanken gekommen, die Randale in Stuttgart mit der Reichspogromnacht gleichzusetzen. Der Gedenkstättenchef stilisiert sich zum Mahner, aber das ist er nicht. Er ist ein Zündler, der schlimmste Verbrechen verharmlost hat. Seine Äußerung ist nicht ,ungeschickt‘, wie er behauptet, sondern gefährlich. Solche Ansichten äußert man nicht aus Versehen, sondern weil man sie teilt. Je früher Reiprich seinen Stuhl räumt, desto besser ist es. Es ist weder der Stiftung noch dem Freistaat zuzumuten, dass er bis Ende November im Amt bleibt.“


Pressemeldungen

DIE LINKE. Sachsen

Rico Gebhardt: Es ist dem Freistaat und der Gedenkstättenstiftung nicht zuzumuten, dass Siegfried Reiprich noch im Amt bleibt

 

Zu den heutigen Äußerungen des Geschäftsführers der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Siegfried Reiprich, in den DNN erklärt der Vorsitzende der Linksfraktion, Rico Gebhardt:

„Er kann es einfach nicht lassen. Mit seinen hilflosen Rechtfertigungsversuchen reitet sich Siegfried Reiprich immer tiefer rein. Zwar räumt er ein, dass seine Twitter-Äußerungen nicht ,besonders klug‘ gewesen seien. Er verteidigt sie aber mit dem Verweis auf die Meinungsfreiheit, die ihm als Privatperson zustehe. Und dann legt er nach. Seine Gleichsetzung der Reichspogromnacht mit den Ereignissen in Stuttgart rechtfertigt er ausgerechnet mit Hannah Arendt. Diese habe davor gewarnt, dass totalitäre Bewegungen auch in der Demokratie entstehen können. ,Besonders klug‘ ist das tatsächlich nicht: Denn alle wissen, dass die NS-Herrschaft aus der Weimarer Demokratie hervorging. Dazu muss man Hannah Arendt nicht gelesen haben.

Die Jüdin Hannah Arendt, die vor den Nazis fliehen musste, wäre niemals auf den völlig abwegigen Gedanken gekommen, die Randale in Stuttgart mit der Reichspogromnacht gleichzusetzen. Der Gedenkstättenchef stilisiert sich zum Mahner, aber das ist er nicht. Er ist ein Zündler, der schlimmste Verbrechen verharmlost hat. Seine Äußerung ist nicht ,ungeschickt‘, wie er behauptet, sondern gefährlich. Solche Ansichten äußert man nicht aus Versehen, sondern weil man sie teilt. Je früher Reiprich seinen Stuhl räumt, desto besser ist es. Es ist weder der Stiftung noch dem Freistaat zuzumuten, dass er bis Ende November im Amt bleibt.“