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DIE LINKE. Sachsen

Rico Gebhardt: Kretschmers Krisenkommunikation ist eine Bankrotterklärung!

 

Zur Aussage von Ministerpräsident Kretschmer: „Ich hätte mir gewünscht, dass ich früher gewarnt worden wäre. Auf Vermerke allein darf man sich nicht verlassen, dann geht es schief. Erst bei meinen Besuchen in den Krankenhäusern habe ich die richtigen Informationen erhalten. Mir war nicht klar, dass das Personal in Aue schon seit sechs Wochen vor meinem Besuch am 11. Dezember am Limit arbeitete.“ im Interview mit der „Freien Presse“ vom 9. Januar 2021 erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

„Diese Aussagen sind eine Bankrotterklärung und an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Ministerpräsident Kretschmer gibt jetzt also seinen Mitarbeitern die Schuld, ihn nicht ausreichend informiert zu haben. Die sprunghaft angestiegen Zahlen seit Mitte Oktober waren für alle zugänglich. Ministerpräsident Kretschmer musste sich trotzdem erst selbst auf den Intensivstationen davon überzeugen, dass die Situation wirklich ist. Das ist nicht zu fassen!

Für diese Pandemie gibt es kein Regiebuch. Die Dynamik des Geschehens ist dennoch vorhersehbar. Es war klar, dass es auch eine zweite Welle geben wird und Schlüsse aus den Erfahrungen der ersten Welle gezogen werden müssen.  

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow zeigt, dass es auch anders geht und man als Politiker seine Fehler zugeben kann. Sein Satz „Ich hatte unrecht." ist ein starkes Zeichen. Er habe sich im Oktober von der irrigen Hoffnung leiten lassen, dass ein weicher Lockdown die zweite Welle brechen könne. Dies sei ein teurer und falscher Weg gewesen. Er übernimmt die Verantwortung und schiebt sie nicht auf seine Mitarbeiter ab.

Ich habe am 4. November 2020 auf die Regierungserklärung des Ministerpräsidenten im Sächsischen Landtag erwidert: „Die zweite Welle trifft uns voll, das kann niemanden überraschen.“ Ministerpräsident Kretschmer hat trotzdem noch ein paar Wochen gebraucht um das ganze Ausmaß der zweiten Welle zu verstehen.

Wir haben als Linksfraktion mehrfach öffentlich bekräftigt, dass wir die Regierung bei den Maßnahmen des Infektionsschutzes unterstützen. Wir werden es aber nicht akzeptieren, dass die CDU mit ihrem Ministerpräsidenten nun wieder in ihre Lieblingsrolle verfällt und die Schuld auf andere schiebt. Krisenzeiten sind Regierungszeiten. Ministerpräsident Kretschmer muss als Regierungschef die Verantwortung für die getroffenen Entscheidungen übernehmen.“


Pressemeldungen

DIE LINKE. Sachsen

Rico Gebhardt: Kretschmers Krisenkommunikation ist eine Bankrotterklärung!

 

Zur Aussage von Ministerpräsident Kretschmer: „Ich hätte mir gewünscht, dass ich früher gewarnt worden wäre. Auf Vermerke allein darf man sich nicht verlassen, dann geht es schief. Erst bei meinen Besuchen in den Krankenhäusern habe ich die richtigen Informationen erhalten. Mir war nicht klar, dass das Personal in Aue schon seit sechs Wochen vor meinem Besuch am 11. Dezember am Limit arbeitete.“ im Interview mit der „Freien Presse“ vom 9. Januar 2021 erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

„Diese Aussagen sind eine Bankrotterklärung und an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Ministerpräsident Kretschmer gibt jetzt also seinen Mitarbeitern die Schuld, ihn nicht ausreichend informiert zu haben. Die sprunghaft angestiegen Zahlen seit Mitte Oktober waren für alle zugänglich. Ministerpräsident Kretschmer musste sich trotzdem erst selbst auf den Intensivstationen davon überzeugen, dass die Situation wirklich ist. Das ist nicht zu fassen!

Für diese Pandemie gibt es kein Regiebuch. Die Dynamik des Geschehens ist dennoch vorhersehbar. Es war klar, dass es auch eine zweite Welle geben wird und Schlüsse aus den Erfahrungen der ersten Welle gezogen werden müssen.  

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow zeigt, dass es auch anders geht und man als Politiker seine Fehler zugeben kann. Sein Satz „Ich hatte unrecht." ist ein starkes Zeichen. Er habe sich im Oktober von der irrigen Hoffnung leiten lassen, dass ein weicher Lockdown die zweite Welle brechen könne. Dies sei ein teurer und falscher Weg gewesen. Er übernimmt die Verantwortung und schiebt sie nicht auf seine Mitarbeiter ab.

Ich habe am 4. November 2020 auf die Regierungserklärung des Ministerpräsidenten im Sächsischen Landtag erwidert: „Die zweite Welle trifft uns voll, das kann niemanden überraschen.“ Ministerpräsident Kretschmer hat trotzdem noch ein paar Wochen gebraucht um das ganze Ausmaß der zweiten Welle zu verstehen.

Wir haben als Linksfraktion mehrfach öffentlich bekräftigt, dass wir die Regierung bei den Maßnahmen des Infektionsschutzes unterstützen. Wir werden es aber nicht akzeptieren, dass die CDU mit ihrem Ministerpräsidenten nun wieder in ihre Lieblingsrolle verfällt und die Schuld auf andere schiebt. Krisenzeiten sind Regierungszeiten. Ministerpräsident Kretschmer muss als Regierungschef die Verantwortung für die getroffenen Entscheidungen übernehmen.“