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Rico Gebhardt zum 75. von Peter Porsch: Stets unbequem und liebenswert für eine linke, humanistische Alternative in Sachsen

 

Am Dienstag, dem 15. Oktober 2019, feiert Prof. Dr. Peter Porsch, früherer langjähriger Vorsitzender der PDS-Landtagsfraktion, seinen 75. Geburtstag. Dazu erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Peter Porsch prägt seit fast drei Jahrzehnten die Geschichte der Linken in Sachsen mit, darunter 13 Jahre als Vorsitzender der Landtagsfraktion. Zurzeit ist er Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen.

Er war und ist immer unbequem: den Regierenden, der politischen Gegenseite, aber auch den eigenen Leuten und wohl auch sich selbst. Zugleich ist er nie unangenehm, sondern von feinsinnigem Humor, seine Zwischenrufe im Landtag sind Legende. Wer mit seinen Fragen und Bemerkungen konfrontiert wurde, hatte zu tun. Verletzend waren sie nie. Peter Porsch, dessen Wienerischer Migrationshintergrund sprachlich glücklicherweise nie verlorengegangen ist, blieb auch in härtesten Debatten liebenswert, wofür exemplarisch dieser Ausspruch stehen möge:  „Gestatten Sie, dass ich mich wundere.“

Peter Porsch hat auch nach seiner Zeit im Parlament mit einem breit gefächerten Engagement von der Mitherausgeberschaft der Zeitschrift „Links!“ bis zum Präsidentenamt des BSC Victoria Naunhof unter Beweis gestellt, dass Intellektualität und Bodenständigkeit bei ihm eine geradezu naturgegebene Symbiose eingegangen sind. Seine Analyse ist gern gefragt und gerade in diesen für Linke so schwierigen Zeiten bitter nötig. Peter Porsch ist in der Internet-Welt der sozialen Netze zu Hause und bloggt regelmäßig zu aktuellen Grundsatzfragen unserer Zeit. Auch seine wissenschaftliche Beschäftigung mit der Wechselwirkung von Sprache und Denken enthält wertvolle Erkenntnisse für die Gegenwart.

Ich wünsche Peter Porsch auch im Namen der Linksfraktion weiterhin eine rege publizistische Tätigkeit, viel Glück mit der Familie und weniger Leid mit der eigenen Partei, nicht zuletzt das, was immer wertvoller wird: Gesundheit. Wir sind ihm dankbar dafür, dass er der Arbeit an linken, humanistischen, menschenfreundlichen Alternativen für die Gesellschaft treu geblieben ist, auch wenn ihm selbst in Zeiten größter politischer Erfolge nicht immer gebührender Dank zuteilwurde. Dass Sachsen schon eine gut funktionierende Opposition bekam, als Opposition vielen noch als Majestätsbeleidigung galt, ist auch sein Verdienst.