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DIE LINKE. Sachsen

Sarah Buddeberg, Luise Neuhaus-Wartenberg: CDU nutzt Ministerium für JU-Wahlkampf – die Schulen haben größere Probleme

 

Das Kultusministerium hat die sächsischen Schulen aufgefordert, in offiziellen Schreiben und im Unterricht beim Umsetzen einer geschlechtergerechten Sprache keine Sonderzeichen wie Gender-Sternchen, den Doppelpunkt im Wortinneren, den Unterstrich oder das große Binnen-„I“ zu verwenden. Die gleichstellungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sarah Buddeberg, und die bildungspolitische Sprecherin Luise-Neuhaus-Wartenberg kommentieren:

„Mit dieser Posse instrumentalisiert die CDU das Kultusministerium, um den Wahlkampf der Jungen Union (JU) zu unterstützen. Sachsens Schulen haben wahrlich größere Probleme – etwa den Lehrkräftemangel, Rückständigkeit bei der digitalen Ausstattung oder das Fehlen von Luftreinigungsanlagen. All diese Probleme hat die CDU maßgeblich verursacht. Es wäre gut, wenn die Staatsregierung auch auf diese Probleme so schnell und emsig reagierte.

Eine ,Handlungsempfehlung mit der Bitte um Umsetzung‘ kommt einer offiziellen Vorgabe gleich. Solchen Eifer müssen wir bei der Umsetzung des 2017 beschlossenen Landesaktionsplans zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen allerdings vermissen. Dieser legte bereits fest, dass die Schulen für eine geschlechterneutrale Sprache sensibilisieren sollen. Allerdings werden sie nun aufgefordert, etablierte Formen einer geschlechtersensiblen Sprache nicht zu verwenden. Ein solches Sprechverbot ergibt keinen Sinn – Lehrende und Lernende sollten frei das Ziel erreichen können, die Realität der gesellschaftlichen Vielfalt sprachlich abzubilden.

Wieder einmal zeigt sich, dass die Regierungskoalition uneins ist: Justizministerin Katja Meier hat in ihrem Ressort längst geregelt, dass es im offiziellen Schriftverkehr geschlechterneutral kommunizieren soll.“


Pressemeldungen

DIE LINKE. Sachsen

Sarah Buddeberg, Luise Neuhaus-Wartenberg: CDU nutzt Ministerium für JU-Wahlkampf – die Schulen haben größere Probleme

 

Das Kultusministerium hat die sächsischen Schulen aufgefordert, in offiziellen Schreiben und im Unterricht beim Umsetzen einer geschlechtergerechten Sprache keine Sonderzeichen wie Gender-Sternchen, den Doppelpunkt im Wortinneren, den Unterstrich oder das große Binnen-„I“ zu verwenden. Die gleichstellungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sarah Buddeberg, und die bildungspolitische Sprecherin Luise-Neuhaus-Wartenberg kommentieren:

„Mit dieser Posse instrumentalisiert die CDU das Kultusministerium, um den Wahlkampf der Jungen Union (JU) zu unterstützen. Sachsens Schulen haben wahrlich größere Probleme – etwa den Lehrkräftemangel, Rückständigkeit bei der digitalen Ausstattung oder das Fehlen von Luftreinigungsanlagen. All diese Probleme hat die CDU maßgeblich verursacht. Es wäre gut, wenn die Staatsregierung auch auf diese Probleme so schnell und emsig reagierte.

Eine ,Handlungsempfehlung mit der Bitte um Umsetzung‘ kommt einer offiziellen Vorgabe gleich. Solchen Eifer müssen wir bei der Umsetzung des 2017 beschlossenen Landesaktionsplans zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen allerdings vermissen. Dieser legte bereits fest, dass die Schulen für eine geschlechterneutrale Sprache sensibilisieren sollen. Allerdings werden sie nun aufgefordert, etablierte Formen einer geschlechtersensiblen Sprache nicht zu verwenden. Ein solches Sprechverbot ergibt keinen Sinn – Lehrende und Lernende sollten frei das Ziel erreichen können, die Realität der gesellschaftlichen Vielfalt sprachlich abzubilden.

Wieder einmal zeigt sich, dass die Regierungskoalition uneins ist: Justizministerin Katja Meier hat in ihrem Ressort längst geregelt, dass es im offiziellen Schriftverkehr geschlechterneutral kommunizieren soll.“