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Schaper: 7.500 Schulanfänger in Sachsen nicht vor Masern geschützt – Barmer-Studie bestätigt Initiative der Linksfraktion

 

Laut Barmer-Studie sind 7.500 Schulanfänger in Sachsen nicht ausreichend vor Masern geschützt. Dazu erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag Susanne Schaper:

Trotz des Antrages der Staatsregierung aus der letzten Legislaturperiode „Impfbereitschaft erhöhen“ (Parlaments-Drucksache 6/1162) ist es nicht gelungen, die Impfrate bei Masern, Mumps und Röteln zu erhöhen. Das überrascht uns nicht, da unserer Ansicht der Antrag der Staatsregierung viel zu kurz greift. Wir hatten nicht umsonst zuvor einen Antrag „Impfquote im Freistaat Sachsen erhöhen“ (Parlaments-Drucksache 6/1036) erarbeitet, der unter anderem eine, auch von der Barmer geforderte, Impfkampagne in Sachsen beinhaltete. Doch parteipolitische Spielchen waren eben wichtiger, als den Schutz unserer Kinder ernst zu nehmen. Mit den jetzt von der Barmer veröffentlichten Folgen.

Ich hoffe, dass das Masernschutzgesetz schnell durch den Bundestag beschlossen wird, auch wenn darin nicht geregelt wird, wie Impfberatung durch Ärzte zukünftig besser vergütet werden kann. Als schnelle Lösung ist die Masernimpfpflicht unumgänglich. Doch langfristig muss man überlegen, wie man unberechtigter Impfkritik wirksam begegnen kann. Daher sollte nicht nur das Setzen der Spritze vergütet werden, sondern vor allem auch das Gespräch mit verunsicherten Eltern. Wir unterstützen auch die Forderung der Barmer, Ärzte durch Schulungen mit Argumenten gegenüber Impfgegnern zu stärken. Wir hoffen, dass die neue Koalition nicht ähnlich blind agiert wie die bisherigen Regierungen und Anträgen ihre Zustimmung gibt, wenn sie der Sache dienen. Auch wenn sie von uns kommen.