Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Schaper: Bummelministerin Barbara Klepsch bleibt sich treu – Programm zur medizinischen Versorgung nicht mehr umsetzbar

 

Zum heute durch Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) vorgestellten 20-Punkte-Programm zur medizinischen Versorgung in Sachsen erklärt Susanne Schaper, Sprecherin der Linksfraktion für Gesundheits- und Sozialpolitik:

Barbara Klepsch geht als Bummelministerin in die Geschichte ein. Schon als sie ihr „Bündnis gegen Ärztemangel“ vorstellte, habe ich gefragt: Wieso erst jetzt, wenige Wochen vor der Landtagswahl, und nach fünf akzent- und erfolglosen Jahren? Hätte die Koalition unseren Antrag von 2017 umgesetzt (Drucksache 6/11275), wäre schon vieles erreicht. Jetzt ist diese Regierung am Ende. Es ist unglaubwürdig, noch den großen Wurf anzukündigen, von dem das meiste inzwischen erst im Landeshaushalt 2021/2022 kommen kann.

Die Landarztquote wird überbewertet, schon weil sich viele angehende Medizinerinnen und Mediziner sicherlich nicht mit 18 oder 19 Jahren festlegen wollen und können, wo sie in sieben Jahren tätig sein werden. Es ist wichtiger, dass die neuen Medizinstudienplätze schnell kommen, am besten in Chemnitz, und dass die Studierenden im Praktischen Jahr keine Existenzsorgen haben. Niederlassungswillige Ärzte brauchen gezielte Anreize.

Das alles wird aber nicht reichen. Zu einer guten Versorgung gehören mehr Medizinische Versorgungszentren und Krankenhäuser in öffentlicher Hand, die nicht nach Profit streben müssen. Dazu gehören weitaus mehr mobile Angebote wie rollende Arztpraxen und entlastendes Assistenzpersonal wie Gemeindeschwestern. Außerdem sollte der Öffentliche Gesundheitsdienst besser ausgestattet werden, damit er seine Aufgaben in der Prävention bewältigen kann.

Die Bilanz der Sozialministerin bleibt mau, auch weil Sozialpolitik dieser Regierung stets als fünftes Rad am Wagen galt.