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Schaper: Immer mehr verschuldete Rentnerinnen und Rentner suchen Hilfe – in Berlin für gute Renten streiten!

 

Aus der Antwort auf die Kleine Anfrage „Verschuldung von Rentnerinnen und Rentnern im Jahr 2018 in Sachsen“ (Drucksache 7/574) geht hervor, dass 3.119 Personen im Alter von 55 bis 65 Jahren und 1.643 Personen im Alter über 65 Jahren die Schuldnerberatungsstellen in Sachsen aufgesucht haben. Damit hat sich die Zahl der Menschen in beiden Altersgruppen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Dazu erklärt die Fragestellerin und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag Susanne Schaper:

„Die Zahlen zeigen sicher nicht das ganze Ausmaß der Überschuldung von Rentnerinnen und Rentnern. Denn viele scheuen den Gang zur Beratungsstelle, aus Scham oder weil sie glauben, selbst der Überschuldung entkommen zu können. Gewinner sind die Banken, die bei schwacher Bonität die Zinsen weiter in die Höhe schrauben, Dispo-Kredite als Lösung verkaufen und so die Lage der Betroffenen weiter verschärfen. Was schon während der Erwerbstätigkeit schwer zu tilgen war, wird nach den Renteneintritt zum großen Problem.

Beim Blick auf die Rentenzahlbeträge bei den Rentenzugängen verwundert es auch nicht, wenn Altersarmut und Verschuldung wachsen. Erhielten die Rentnerinnen und Rentner in Sachsen zum 31.12.2018 im Bestand noch eine Altersrente von durchschnittlich 1.075,80 Euro, bekommen die Neurentnerinnen und Rentner von 2018 nur noch 1.012,38 Euro (Deutsche Rentenversicherung Bund).

Zwar kann die Staatsregierung die Rentenhöhe nicht selbst festlegen, doch sie kann auf der Bundesebene dafür streiten, dass die Renten ein vernünftiges Niveau haben. Alle Einkommensempfängerinnen und Empfänger sollten in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, ohne Beitragsbemessungsgrenzen. Auch sollte die Landesregierung einen Lebenslagenreport erarbeiten, damit sie die Probleme analysieren und danach handeln kann.“