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Schaper: Portalpraxen können Notaufnahmen entlasten – wenn Ärztemangel im ländlichen Raum behoben wird!

 

Zum Artikel „Notaufnahmen sollen entlastet werden“ der „Sächsischen Zeitung“ erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag Susanne Schaper:

Die Erfahrungen aus Bayern scheinen zu belegen, dass Portalpraxen ein geeignetes Mittel sind, um Notaufnahmen zu entlasten. Daher begrüßen wir die Einrichtung 26 solcher Praxen in Sachsen. Damit diesen Praxen aber nicht beizeiten das Personal ausgeht, ist die Staatsregierung weiter gefordert, genügend Mediziner*innen für den ländlichen Raum zu finden. Vorschläge dahingehend haben wir zuletzt in unserem Antrag „Medizinische, ärztliche und gesundheitliche Versorgung im ländlichen Raum Sachsens spürbar ausbauen!“ (Landtags-Drucksache 6/11275) unter Punkt III. formuliert.

Trotz der Ablehnung des Antrages steht es der Staatsregierung frei, die darin genannten Maßnahmen zu ergreifen. Denn wir sehen durchaus die Chance, dass Portalpraxen ein Puzzleteil sein können, um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum flächendeckend zu gewährleisten.

Vorschlägen, wie denen vom Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Dr. Klaus Heckemann, eine Gebühr in Höhe von 20 Euro zu erheben (s. SZ-Artikel), ist eine klare Absage zu erteilen. Zum einen haben auch Krankenversicherungen erkannt, dass eine Praxisgebühr in Höhe von 10 Euro keinen steuernden Effekt hatte, zum anderen gibt es in Sachsen genügend Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind und zum Ende des Monats vielleicht keine 20 Euro mehr übrig haben, um diese als Eintrittsgeld für eine notärztliche Versorgung zu verwenden. Daher ist dieser Vorschlag absurd. Jeder Mensch hat im Notfall unabhängig vom Geldbeutel das Recht auf eine notärztliche Versorgung. Anstatt solche Forderungen aufzustellen, sollte man sich lieber um die Behebung des Arztmangels im ländlichen Raum kümmern. Unsere Vorschläge (Landtags-Drucksache 6/11275) liegen auf dem Tisch und bleiben trotz der Ablehnung aktuell.