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Schaper: Sachsen braucht bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte und eine Pflegevollversicherung

 

Am 29. August 2018 findet auf Initiative der Liga der Wohlfahrtsverbände Chemnitz die Abschluss-veranstaltung der Aktion #denkmalPflege statt. Dabei ist es ein zentrales Anliegen, dass mehr Menschen über die Pflegeproblematik nachdenken und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege mehr Wertschätzung zukommt.

Dazu erklärt Susanne Schaper, Sprecherin für Gesundheitspolitik der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Unsere Fraktion begrüßt die Aktion und kann sich den Forderungen nur anschließen. Laut der jüngsten Studie des Instituts für Arbeits- und Berufsforschung benötigt Sachsen bis 2030 zu den aktuell rund 90.000 Beschäftigten in der Pflege weitere 21.000 Pflegefachkräfte. Um ausreichend Fachkräfte zu finden, muss unter anderem die Situation der Beschäftigten in der Pflege verbessert, deutlich mehr Ausbildungsplätze angeboten, die Bürokratie abgebaut und die physisch und psychisch belastende Arbeit besser vergütet werden. Denn gerade in Sachsen werden Pflegekräfte unterdurchschnittlich bezahlt.

Es bedarf außerdem eines bedarfsgerechten, flexiblen Personalschlüssels in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, der sich am individuellen Bedarf der Patientinnen und Patienten orientiert und vor allem gute Pflege sicherstellt. Von der Staatsregierung fordern wir, den Bericht der Enquete-Kommission des Landtags nicht in einer Schublade verschwinden zu lassen, sondern die entsprechenden Handlungsempfehlungen ernst zu nehmen und schnellstmöglich umzusetzen. Wir werden das entsprechend kritisch begleiten und auch selbst parlamentarisch aktiv werden.

Außerdem wollen wir eine Pflegevollversicherung, in die alle Bürgerinnen und Bürger, auch Selbstständige und Beamte, solidarisch einzahlen. Denn nur so wird sich die Pflegeproblematik auf lange Sicht lösen lassen.