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Schaper: Sachsen braucht mehr Forschung über die gesundheitliche Versorgung, damit diese besser werden kann

 

Zum Antrag der Fraktion DIE LINKE „Gesundheitliche Versorgung zielgerichtet verbessern – Versorgungsforschung in Sachsen spürbar intensivieren“ (Parlaments-Drucksache 6/13081) erklärt Susanne Schaper, Sprecherin für Gesundheitspolitik:

Versorgungsforschung wird oft vernachlässigt, obwohl diese Forschung über die gesundheitliche Versorgung fundamental ist: Sie soll ermitteln, wie und wo insbesondere beim Umgang mit häufig auftretenden Erkrankungen wie Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder psychischen Krankheiten die medizinische Versorgung funktioniert und wo eben nicht.

So untersucht sie die Patientenversorgung in Krankenhäusern, Arztpraxen und sonstigen Gesundheitseinrichtungen. Sie analysiert die Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln, Kosten und Nutzen von Aus- und Weiterbildungen, Patientenfaktoren wie Therapietreue und die Lebenswelt der Patienten. Dadurch kann sie am Ende wissenschaftlich fundierte Behandlungsempfehlungen geben, was schließlich den Patienten, aber auch den Kostenträgern zugutekommt.

In Sachsen ist diese Forschungsarbeit aber weder konzeptionell angelegt noch wird sie in erforderlichem Maße unterstützt. So sind im Landeshaushalt nur versprengte Mittel eingestellt, grundlegende Konzepte etwa im Bereich der Krankenhausplanung oder der Geriatrie fehlen.

Koordinierte und auskömmlich finanzierte gesundheitliche Versorgungsforschung wäre aber eine wichtige Voraussetzung dafür, die Versorgung zu verbessern. Wir haben deshalb die Landesregierung aufgefordert, die Versorgungsforschung auszuweiten. Ein Landesprogramm „Gesundheitliche Versorgungsforschung“ soll Forschungsaufträge koordiniert und zielgerichtet vergeben. Die Regierung soll zudem zusätzliche Haushaltsmittel einstellen, schon damit vorliegende Daten ausgewertet und landesweite Planungen der integrierten gesundheitlichen Versorgung beauftragt werden können.

Nicht zuletzt soll die Landesregierung gemeinsam mit allen maßgeblichen Verantwortungsträgern im Bereich der medizinischen, ärztlichen und gesundheitlichen Versorgung Schwerpunkte der Versorgungsforschung entwickeln. Dabei sollen im Sinne des Lebenslagenkonzeptes soziale Merkmale wie Jugend, Alter, Behinderung, Migrationshintergrund und/oder Geschlecht berücksichtigt werden.