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DIE LINKE. Sachsen

Susanne Schaper: In Sachsen gibt es weiter mehr als 70.000 Kinder und Jugendliche im Hartz IV-System und mehr Altersarmut

 

Im Jahr 2019 bezogen in Sachsen (Zahlen nur bis Monat November) pro Monat durchschnittlich 70.680 Kinder und Jugendliche im Alter von unter 18 Jahren Leistungen nach SGB II (Drucksache 7/1990). An der Spitze steht weiter Leipzig mit rund 17.510 Kindern und Jugendlichen im Leistungsbezug. Dazu erklärt die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, Susanne Schaper:

„Es ist gut, dass die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind. Dennoch stecken weiter mehr als 70.000 Kinder und Jugendliche im Hartz-IV-System, und das ist kein Grund, sich zu freuen. Im Gegenteil: Wer Leistungen nach SGB II bezieht, gilt als arm, denn der Regelsatz reicht noch nicht einmal für das Nötigste. Die Staatsregierung muss sich endlich auf der Bundesebene für eine eigenständige Kindergrundsicherung eintreten. Denn während das Leben für die meisten Menschen in Sachsen nach der Corona-Krise ohne Einschränkungen weitergehen dürfte, bleiben Kinder aus armen Elternhäusern oft sozial und gesellschaftlich isoliert.

Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter ist leicht angestiegen, was die zunehmende Altersarmut belegt. Steigende Eigenanteile in der Pflege und gleichzeitig niedrigere Durchschnittsrenten im Rentenzugang sind ein Grund für diese Entwicklung, der nur Einhalt geboten werden kann, wenn wieder zu einem höheren Rentenniveau zurückgekehrt und eine echte Mindestrente eingeführt wird.“