Susanne Schaper: Armut auf alarmierend hohem Niveau - auch viele Kinder und Berufstätige betroffen

Der Armutsbericht 2025 des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes attestiert Sachsen eine Armutsquote von 16,1 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 15,5 Prozent. Mithin ist etwa jeder sechste Mensch im Freistaat arm und muss mit weniger als 1.381 Euro im Monat auskommen. Die Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Susanne Schaper, erklärt:

„Während der Reichtum wächst, bleibt die Armut auf einem alarmierend hohen Niveau. Wir müssen unser Land dringend gerechter machen. Das heißt vor allem, Armut zu bekämpfen und Preissteigerungen abzufangen. Fast ein Fünftel der Armen arbeitet, 13,6 Prozent sogar in Vollzeit! Auch mehr als 15 Prozent der Minderjährigen sind betroffen.

Die Forderungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes unterstützen wir. Nötig sind ordentliche Löhne, existenzsichernde Sozialleistungen, eine Mindestrente und eine Kindergrundsicherung. Der Mindestlohn muss auf 15 Euro steigen, die Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel auf 0 Prozent sinken. Auch mit seiner Auftragsvergabe muss der Staat Druck für ordentliche Einkommen machen. Die gesetzliche Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung müssen gestärkt und ausgebaut werden, indem auch Menschen mit hohen Einkommen künftig gerecht einzahlen. Wir wollen auch Miethaushalte besser schützen, indem die Mieten gedeckelt und Zwangsräumungen verhindert werden.

Reiche können manches ausgleichen, was die öffentliche Hand nicht liefert. Die Armen brauchen den Staat aber dringend. Deshalb wenden wir uns dagegen, die soziale Infrastruktur kaputt zu kürzen. Stattdessen wollen wir auch mit kreditfinanzierten Investitionen dafür sorgen, dass Kitas, Schulen und Krankenhäuser gut arbeiten können.“