Kindertag: Linksfraktion fordert bessere Kita-Bedingungen

Am morgigen Weltkindertag ruft das Graswurzelbündnis „Die bessere Kita“ zum sachsenweiten Aktionstag „Weil Kinder Zeit brauchen“ auf. In Dresden, Leipzig, Chemnitz und Freiberg finden Kundgebungen statt, bei denen auch Abgeordnete der Linksfraktion vor Ort sein werden. Marion Junge, Sprecherin für Kindertageseinrichtungen, bekundet die Unterstützung der Linksfraktion für das Graswurzelbündnis:

 

„Es ist auch unser Anliegen, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Kinder und Erzieher*innen in den Kitas zu verbessern. Es ist gut, dass aus den vielen engagierten Kita-Einzelinitiativen das Graswurzelbündnis entstanden ist. Forderungen nach einem besseren Personalschlüssel und der Anerkennung der mittelbaren pädagogischen Arbeit unterstützen wir seit Jahren. Jüngst haben wir im Landtag beantragt, die Vor- und Nachbereitungszeit anzuerkennen (Drs 6/10717). Per Gesetzentwurf wollen wir zudem einen besseren Betreuungsschlüssel erreichen (Drs 6/10764).“ 

 

Janina Pfau, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, fügt hinzu:

 

„Kitas fördern sprachliche wie motorische Fähigkeiten und vermitteln soziale Kompetenzen. Zudem können in der Kita Förderbedarfe oder Probleme in Familien früh erkannt werden. Das alles geht aber nur, wenn die Erzieherinnen und Erzieher genug Zeit für die Kinder haben. Deshalb werden wir im Parlament weiter für die Forderungen der Graswurzel-Initiative kämpfen.

 

Mit besseren Kitas ist es aber nicht getan. Nicht nur am Weltkindertag, sondern an 365 Tagen im Jahr muss Kinderarmut bekämpft werden. Trotz sprudelnder Steuereinnahmen leben in Sachsen zehntausende Kinder in Armut. Alle Kinder verdienen gleiche Grundlagen für ein erfolgreiches und erfülltes Leben. Leider werden unsere Initiativen in diese Richtung von der CDU-SPD-Koalition immer wieder abgeblockt. Auch die Tatsache, dass Armut Bildungschancen kostet, hat die anderen Fraktionen nicht umgestimmt.

 

Wir streiten weiter – für ein kostenfreies, warmes und gesundes Mittagessen in allen Kitas und Schulen, für eine Erhöhung des Kindergeldes auf 328 Euro und perspektivisch für eine Kindergrundsicherung in Höhe von 564 Euro. Auf der Landesebene muss eine gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Uni ermöglicht werden. Die Verkehrsverbünde müssen genug Mittel erhalten, damit Kinder kostenlos mit Bus und Bahn fahren können. Finanzminister Unland hält weiter Geld in Rücklagen, das dringend in die Zukunft unserer Kinder investiert werden muss. Regierungschef Tillich muss ein Machtwort sprechen. Es geht um die Zukunft des Landes!“