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Marika Tändler-Walenta: Koalition gegen Lösungen für mehr Nachwuchs an Kita-Fachkräften – Ausbildungsvergütung einführen!

DIE LINKE. Sachsen

Kultusminister Christian Piwarz hat sich heute zur Fachkräftesituation in der Kindertagesbetreuung geäußert. Marika Tändler-Walenta, Sprecherin der Linksfraktion für Kindertagesstätten, erklärt:

„Der Fachkräftemangel ist kein Zufall, sondern die Folge politischer Versäumnisse. Die CDU-geführten Staatsregierungen sind für die unzureichende Kita-Finanzierung und schlechte
Arbeitsbedingungen verantwortlich. Dennoch hat die Koalition gestern im Landtag erneut das Kita-Gesetz geändert, ohne die großen Probleme zu lösen. Wir fordern eine Gesamtstrategie für mehr Fachkräftenachwuchs. Wir wollen einen klaren Pfad festlegen, um den Personalschlüssel zu verbessern bis zum Jahr 2030 schrittweise zu verbessern. Dann soll eine Fachkraft in der Krippe rechnerisch 3,1 Kinder, im Kindergarten 7,5 Kinder und im Hort 16,7 Kinder betreuen. Das wird nur möglich sein, wenn genug Nachwuchs ausgebildet wird, der dann auch bleibt. Sachsen muss endlich eine Ausbildungsvergütung einführen. Wer ergreift schon einen Beruf, der mit einer jahrelangen Ausbildung ohne Einkommen verbunden ist? Auch die Anerkennung vergleichbarer Studienanschlüsse und Ausbildungsgänge aus anderen Bundesländern und dem Ausland muss verbessert werden!

Der Mangel an Fachkräften in den sächsischen Kindertagesstätten führt dazu, dass schon heute im Freistaat 7.700 Kita-Plätze fehlen (Anfrage von Heidi Reichinnek, MdB – S. 86f) – obwohl die Eltern schon seit zehn Jahren einen Rechtsanspruch darauf haben. Bei weitem nicht alle Eltern können wählen, ob sie ihren Nachwuchs bei Tagesmutter beziehungsweise Tagesvater oder in einer Kindertageseinrichtung betreuen und bilden lassen. Wer gar keine Betreuungsmöglichkeit findet, kann zunächst nicht in den Beruf zurückkehren und das betroffene Kind muss auf das soziale Lernen mit Gleichaltrigen verzichten.“

 

Pressemeldungen

DIE LINKE. Sachsen

Marika Tändler-Walenta: Koalition gegen Lösungen für mehr Nachwuchs an Kita-Fachkräften – Ausbildungsvergütung einführen!

 

Kultusminister Christian Piwarz hat sich heute zur Fachkräftesituation in der Kindertagesbetreuung geäußert. Marika Tändler-Walenta, Sprecherin der Linksfraktion für Kindertagesstätten, erklärt:

„Der Fachkräftemangel ist kein Zufall, sondern die Folge politischer Versäumnisse. Die CDU-geführten Staatsregierungen sind für die unzureichende Kita-Finanzierung und schlechte
Arbeitsbedingungen verantwortlich. Dennoch hat die Koalition gestern im Landtag erneut das Kita-Gesetz geändert, ohne die großen Probleme zu lösen. Wir fordern eine Gesamtstrategie für mehr Fachkräftenachwuchs. Wir wollen einen klaren Pfad festlegen, um den Personalschlüssel zu verbessern bis zum Jahr 2030 schrittweise zu verbessern. Dann soll eine Fachkraft in der Krippe rechnerisch 3,1 Kinder, im Kindergarten 7,5 Kinder und im Hort 16,7 Kinder betreuen. Das wird nur möglich sein, wenn genug Nachwuchs ausgebildet wird, der dann auch bleibt. Sachsen muss endlich eine Ausbildungsvergütung einführen. Wer ergreift schon einen Beruf, der mit einer jahrelangen Ausbildung ohne Einkommen verbunden ist? Auch die Anerkennung vergleichbarer Studienanschlüsse und Ausbildungsgänge aus anderen Bundesländern und dem Ausland muss verbessert werden!

Der Mangel an Fachkräften in den sächsischen Kindertagesstätten führt dazu, dass schon heute im Freistaat 7.700 Kita-Plätze fehlen (Anfrage von Heidi Reichinnek, MdB – S. 86f) – obwohl die Eltern schon seit zehn Jahren einen Rechtsanspruch darauf haben. Bei weitem nicht alle Eltern können wählen, ob sie ihren Nachwuchs bei Tagesmutter beziehungsweise Tagesvater oder in einer Kindertageseinrichtung betreuen und bilden lassen. Wer gar keine Betreuungsmöglichkeit findet, kann zunächst nicht in den Beruf zurückkehren und das betroffene Kind muss auf das soziale Lernen mit Gleichaltrigen verzichten.“