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Luise Neuhaus-Wartenberg: Eine Werbekampagne für den Job als Lehrkraft hilft nichts, wenn die Praxis anders aussieht!

DIE LINKE. Sachsen

Zur Vorstellung einer neuen Lehrergewinnungskampagne durch Kultusminister Piwarz erklärt die bildungspolitische Sprecherin Luise Neuhaus-Wartenberg:

„Ich begrüße ja alle Bemühungen, mehr junge Menschen für das Lehramt zu begeistern. Ich bezweifle aber, dass uns diese Werbekampagne helfen wird, wenn die Praxis weiterhin andere Eindrücke bereithält. Das Kultusministerium und das Landesamt für Schule und Bildung müssen das Studium an sich sowie den Umgang mit den Interessierten attraktiver machen. Die Lehramtsausbildung muss viel stärker in den Regionen verankert werden, damit junge Menschen nicht wegziehen. Das Landesamt für Schule und Bildung muss mit Bewerberinnen und Bewerbern wertschätzend statt technokratisch umgehen. Der Freistaat sollte Lehrkräften Arbeitsbedingungen in Aussicht stellen, die nicht Überlastung, sondern Innovation und Freiheit erwarten lassen. In dieser Hinsicht sind die Lehrpläne zu überarbeiten. Allerdings hat die Koalition im Landtag bisher alle unsere diesbezüglichen Vorschläge abgelehnt (zuletzt Drucksache 7/9337).

Mittel- und langfristig sind mehr Gemeinschaftsschulen notwendig, um den Lehrkräftemangel zu überwinden. Sie können mit innovativen Konzepten Studieninteressierte überzeugen und durch das längere gemeinsame Lernen über Schulstufen hinweg größere Flexibilität ermöglichen. Wir müssen in Sachsen grundsätzlich anders lernen und lehren, damit der Beruf attraktiver wird."

Pressemeldungen

DIE LINKE. Sachsen

Luise Neuhaus-Wartenberg: Eine Werbekampagne für den Job als Lehrkraft hilft nichts, wenn die Praxis anders aussieht!

 

Zur Vorstellung einer neuen Lehrergewinnungskampagne durch Kultusminister Piwarz erklärt die bildungspolitische Sprecherin Luise Neuhaus-Wartenberg:

„Ich begrüße ja alle Bemühungen, mehr junge Menschen für das Lehramt zu begeistern. Ich bezweifle aber, dass uns diese Werbekampagne helfen wird, wenn die Praxis weiterhin andere Eindrücke bereithält. Das Kultusministerium und das Landesamt für Schule und Bildung müssen das Studium an sich sowie den Umgang mit den Interessierten attraktiver machen. Die Lehramtsausbildung muss viel stärker in den Regionen verankert werden, damit junge Menschen nicht wegziehen. Das Landesamt für Schule und Bildung muss mit Bewerberinnen und Bewerbern wertschätzend statt technokratisch umgehen. Der Freistaat sollte Lehrkräften Arbeitsbedingungen in Aussicht stellen, die nicht Überlastung, sondern Innovation und Freiheit erwarten lassen. In dieser Hinsicht sind die Lehrpläne zu überarbeiten. Allerdings hat die Koalition im Landtag bisher alle unsere diesbezüglichen Vorschläge abgelehnt (zuletzt Drucksache 7/9337).

Mittel- und langfristig sind mehr Gemeinschaftsschulen notwendig, um den Lehrkräftemangel zu überwinden. Sie können mit innovativen Konzepten Studieninteressierte überzeugen und durch das längere gemeinsame Lernen über Schulstufen hinweg größere Flexibilität ermöglichen. Wir müssen in Sachsen grundsätzlich anders lernen und lehren, damit der Beruf attraktiver wird."